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Kinoplakat: Match Point
Woody Allen als Zyniker. Ein
bitterböses Meisterwerk
Titel Match Point
(Match Point)
Drehbuch Woody Allen
Regie Woody Allen, UK, USA 2005
Darsteller Scarlett Johansson, Jonathan Rhys-Myers, Emily Mortimer, Matthew Goode, Brian Cox, Penelope Wilton, James Nesbitt, Ewen Bremner u.a.
Genre Drama, Crime
Filmlänge 124 Minuten
Deutschlandstart
29. Dezember 2005
Website woodyallen.com
Inhalt

Ein junger Tennislehrer von bescheidener Herkunft, Chris Wilton, verschafft sich eine Anstellung in einem der nobelsten Tennis-Clubs des vornehmen London. Er freundet sich mit Tom Hewett an, dem Sprössling einer reichen Familie.

Tom lädt ihn zu seinen Eltern ein, wo Chris auch Bekanntschaft mit Toms Schwester Chloe macht sowie mit Toms Verlobter, Nola Rice, einer jungen amerikanischen Schauspielerin. Im gleichen Moment, da Chris zarte Bande mit Chloe knüpft, die auch den erhofften gesellschaftlichen Aufstieg beinhalten, fühlt er sich unwiderstehlich zu Nola hingezogen ...

Was zu sagen wäre

Kinoplakat: Match PointUnd wo ist der Spaß? Kaum dreht der Manhattanianer außerhalb seines Reviers, macht er auch gleich allers andere anders und stellt fest: Der Mensch ist schlecht! Das meiste, was wir uns im Leben erarbeiten, basiert auf Lug, Betrug und – bestenfalls – Schweineglück.

Scarlett Johansson („Reine Chefsache“ – 2004; Lovesong für Bobby Long – 2004; „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ – 2003; Lost in Translation – 2003; Arac Attack – 2002; Der Pferdeflüsterer – 1998) ist atemberaubend. Aber das zu sagen, ist in diesem Fall so ähnlich, wie festzustellen, dass Wasser nass ist. Woody Allen besetzt die blonde Schönheit als sinnliche Nymphe und was soll da schief gehen? Zumal Johanssons Nola ihre Reize sehr gezielt einsetzt.

Schön auch, hier Brian Cox (Troja – USA 2004; X-Men 2 – USA 2003; Die Bourne Identität – USA 2002; Tödliche Weihnachten – USA 1996;) mal in einer ausführlicheren Rolle – als Toms Vater – zu erleben, in der Cox sein Schauspiel-Talent herzeigen darf und nicht nur seine imposante Statur.

Am Ende weiß man nicht so recht, ob man von einem Happy End reden kann, weil das Durchtriebene nicht siegt, oder von einem zynical end, weil eben das Böse doch obsiegt.

So einen Film habe ich von Woody Allen noch nie gesehen. Großartig. Und ganz ohne die Woody'schen Oneliner ...

Wertung: 6 von 6 €uro
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