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Kinoplakat: Darkman
Gruslig-Unappetitlicher
Comic-Spaß
Titel Darkman
(Darkman)
Drehbuch Chuck Pfarrer + Sam Raimi + Ivan Raimi + Daniel Goldin + Joshua Goldin
Regie Sam Raimi, USA 1990
Darsteller Liam Neeson, Frances McDormand, Colin Friels, Larry Drake, Nelson Mashita, Jessie Lawrence Ferguson, Rafael H. Robledo, Dan Hicks, Ted Raimi, Dan Bell, Nicholas Worth, Aaron Lustig, Arsenio 'Sonny' Trinidad, Said Faraj, Nathan Jung u.a.
Genre Horror
Filmlänge 96 Minuten
Deutschlandstart
15. November 1990
Inhalt

Peyton Westlake forscht an der Herstellung synthetischer Haut, um Verbrennungsopfern ein normales Leben zu ermöglichen. Er steht mit seinen Forschungen bereits kurz vor dem Durchbruch (bisher hält seine künstliche Haut nur 99 Minuten bevor sie sich wieder verflüssigt).

Unter der Führung von Gangsterboss Robert G. Durant dringen Gangster in das Labor ein, verwüsten es und foltern den Wissenschaftler mit Säure. Schließlich sprengen die Verbrecher das gesamte Gebäude in die Luft. Sie sind auf der Suche nach einem Dokument, welches zufällig von Peytons Verlobten, der ehrgeizigen Anwältin Julie Hastings gefunden wird, das wichtige Leute der Bauindustrie, darunter auch Louis Strack, der frei zugibt Bestechungsgelder ausgezahlt zu haben, der Korruption überführen würde.

Westlake hat die Explosion überlebt und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Gesicht und seine Hände sind derart verbrannt, dass man ihn im Krankenhaus nicht identifizieren kann. Peyton Westlake wird offiziell für tot erklärt – die Geburt von „Darkman“. Er flieht aus dem Krankenhaus, zieht sich in eine verlassene Fabrikanlage zurück und plant seine Rache. Er baut sich ein provisorisches Labor auf und fertigt gesichtsmasken der Gangster, um dann die Bandenmitglieder geschickt gegeneinander auszuspielen …

Was zu sagen wäre

Ein Mann verliert sein Gesicht und damit sein Leben. Er verliert alles und weil er nichts weiter zu verlieren hat, plant er grausam Rache. Der Wissenschaftler, der entweder verrückt ist oder über seine Forschung verrückt wird ist ein beliebtes Muster, wenn nicht gar integraler Bestandteil des Horror-Genres. Im vorliegenden Fall wird der Wissenschaftler nicht direkt verrückt, seine Rachepläne aber stehen seinem bislang so friedlichen Leben diametral entgegen.

Der Film ist verrückt, in jeder Hinsicht großartig grotesk, eine Art Superhelden-Comic. Die Identität des Rächers bleibt geheim, er hat mit Mantel und breitkrempigem Hut sowas wie ein Kostüm, er trägt Masken und er bekämpft die bösen Buben. Er unterscheidet sich höchstens in der Wahl sener Mittel. die Art und Weise, wie er jeweils seine gegner aus dem Leben nimmt, ist phantasievoll bis unappetitlich. Beonders hübsch ist das Opfer, das der Darkmann durch einen Gullydeckel nach oben in eine vielbefahren Straße schiebt …

Sam Raimi („Die Killer-Akademie“ – 1985; „Tanz der Teufel“ – 1981) inszeniert seine Rrachephantasien ohne Umwege schnell und hart. Die notwendigen Emotion transportiert der Film über das tragische Schicksal des Titelhelden, dem der beeindruckende Ire Liam Neeson („Ruf nach Vergeltung“ – 1989; „Das Todesspiel“ – 1988; „Suspect – Unter Verdacht“ – 1987; „Auf den Schwingen des Todes“ – 1987; „Mission“ – 1986) gewaltige Statur (aber nur wenig Gesicht) verleiht. Für Herzensangelegneheiten sorgt Westlakes Freundin/Ex-Freundin, die ihrem Baulöwen-Boss auf die Schliche kommt, der sich als durch und durch korrupt erweist. Frances McDormand („Miller's Crossing“ – 1990; „Mississippi Burning“ – 1988; „Arizona Junior“ – 1987; „Blood Simple“ – 1984) passt zu diesem Darkman, wie keine zweite. Das ende lässt offen, was aus den beiden wird, aber dieser Julie traue ich zu, dass sie dem maskierten Darkman irgendwie erhalten bleibt. beide, neeson und Dormand sind in ihren Rollen unterfordert, können viel mehr. Aber für filigrane Schauspielkunst ist das Genrekino nicht immer das richtige.

Wertung: 8 von 10 D-Mark
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