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Kinoplakat: Les Misérables (1998)
Saftiges Drama mit
großer Besetzung
Titel Les Misérables
(Les Misérables)
Drehbuch Rafael Yglesias
nach dem gleichnamigen Roman von Victor Hugo
Regie Bille August, UK, Deutschland, USA 1998
Darsteller

Liam Neeson, Geoffrey Rush, Uma Thurman, Claire Danes, Hans Matheson, Reine Brynolfsson, Peter Vaughan, Christopher Adamson, Tim Barlow, Timothy Bateson, Kathleen Byron, Veronika Bendová, David Birkin, Patsy Byrne, Václav Chalupa, Ian Cregg, Ben Crompton, Zdenek David, Paola Dionisotti, Edna Doré u.a.

Genre Drama
Filmlänge 134 Minuten
Deutschlandstart
24. Dezember 1998
Inhalt

Jean Valjean führt ein Leben mit dunkler Vergangenheit: Vor Jahren war er ein gesuchter Verbrecher, jetzt ist er der beliebte, selbstlose Bürgermeister eines Städtchens vor Paris. Als sein Erzfeind, Inspektor Javert, hinter Valjeans wahre Identität kommt, scheinen seine Tage gezählt.

Valjeans tiefe Liebe zur kranken Fantine verbietet ihm jedoch, sich dem besessenen Gesetzeshüter zu beugen. Nach Fantines Tod zieht er ihre uneheliche Tochter Cosette auf, schenkt ihr alles, was er hat –außer die Wahrheit über ihr Leben auf der Flucht. Eines Tages lernt auch Cosette die Kraft der Liebe kennen – welche Javert endlich auf Valjeans Spuren bringt …

Was zu sagen wäre

Victor Hugos Klassiker zum x-ten Mal verfilmt. Saftig, fleischlich und mit schöner Besetzung: Liam Neeson („Michael Collins“ – 1996; „Rob Roy“ – 1995; Nell – 1994; „Ehemänner und Ehefrauen“ – 1992; „Darkman“ – 1990) gibt dem Valjean mit seinem gebrochnenen Oskar-Schindler-Blick die nötige Zerrissenheit. Uma Thurman („Gattaca“ – 1997; Batman & Robin – 1997; Pulp Fiction – 1994; „Die Zeit der bunten Vögel“ – 1990; „Gefährliche Liebschaften“ – 1988) als Fantine ist so ätherisch schön, dass es schmerzt, sie leiden zu sehen und Geoffrey Rush („Zum Teufel mit der Seele“ – 1998; „Children of the Revolution“ – 1996; „Shine – Der Weg ans Licht“ – 1996) als Javert ist ein eifersüchtiges, ekelhaftes, ehrbares Miststück.

Würde allerdings der Film nicht in den puschigen Weihnachtstagen in die Kinos kommen, sondern irgendwann im Jahr, könnte man dieses übervolle Menschendrama wohl nicht so naiv genießen.

Bille August („Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ – 1997; „Das Geisterhaus“ – 1993; „Pelle, der Eroberer“ – 1987) und sein Drehbuchautor Rafael Yglesias haben es geschafft, den Film gegenüber der Buchvorlage in zahllosen Punkten zu verändern; das ist nicht immer schlüssig, fällt aber nur belesenen Besserwissern störend ins Gewicht.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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