IMDB
Kinoplakat: Leben und Lieben in L.A.
Viele Geschichten
in einem Film
Titel Leben und Lieben in L.A.
(Playing by Heart)
Drehbuch Willard Carroll
Regie Willard Carroll, UK, USA 1998
Darsteller Angelina Jolie, Sean Connery, Gena Rowlands, Gillian Anderson, Madeleine Stowe, Ryan Phillippe, Dennis Quaid,Christian Mills, Kellie Waymire, April Grace, Anthony Edwards, Ellen Burstyn, Jay Mohr, Tim Halligan, Michael Emerson u.a.
Genre Drama, Komödie
Filmlänge 121 Minuten
Deutschlandstart
29. Juni 2000
Inhalt

Los Angeles: Elf Menschen auf der suche nach ihrer jeweiligen Vorstellung von Liebe und Glück.

  • Die engagierte Theaterregisseurin Meredith, eigentlich gerade nicht gut auf Männer zu sprechen, weiß nicht, ob sie sich auf den charmanten Trent einlassen soll.
  • Die Ehe der Fernsehköchin Hannah und ihres Mannes Paul scheint nach 40 Jahren durch einen lange zurückliegenden Seitensprung bedroht zu werden.
  • Die junge Joan und der überzeugte Single Keenan scheinen so gar nichts gemeinsam zu haben. Außer vielleicht ihre Vorliebe für das abendliche Abhängen in Clubs.
  • Hugh ist ein einsamer Bargänger, der jedem eine traurige Lebensgeschichte erzählt.
  • Mildred leistet ihrem todkranken Sohn Beistand.
  • Und Gracie und Roger sind eigentlich glücklich in ihrer Sex-only Beziehung.

Menschen aus verschiedenen Generationen, verschiedene Lebensstile führen – und dennoch ist ihr Schicksal eng miteinander verbunden …

Was zu sagen wäre

Diese Erzählform ist gerade In, spätestens seit Robert Altman mit Short Cuts (1993) und The Player (1992) diese enormen Hits landete, in denen er viele verschiedene Erzählstränge nebeneinander, durcheinander und am Ende aufeinander zu laufen lässt.

Intelligente Auswahl an Schauspielern

DVD-Cover (US): Playing by HeartWillard Carroll übernimmt diese Erzählform: „Playing by Heart“ ist ein Film über die Unmöglichkeit, die Liebe in Worte in zu fassen. „Über die Liebe zu reden“ sagt Joan, „ist so ähnlich, wie zur Architektur zu tanzen“. Dass die verschiedenen ineinander verwobenen Geschichten im Stile eines Episodenfilms nie langweilig oder prätentiös gestanzt wirken, hat der Film der intelligenten Zusammensetzung der Schauspieler zu verdanken.

Während Sean Connery endlich mal wieder eine Rolle spielt, die seinem Alter angemessen ist (Mit Schirm, Charme und Melone – 1998; The Rock – Fels der Entscheidung – 1996; „Der erste Ritter” – 1995; Die Wiege der Sonne – 1993; „Medicine Man“ – 1992; Das Russland-Haus – 1990; Jagd auf Roter Oktober – 1990; „Family Business“ – 1989; Indiana Jones und der letzte Kreuzzug – 1989; „Presidio“ – 1988; Die Unbestechlichen – 1987; Highlander – 1986; James Bond 007 – Sag niemals nie – 1983; Outland – Planet der Verdammten – 1981; „Der erste große Eisenbahnraub“ – 1978; Robin und Marian – 1976; „Der Mann, der König sein wollte“ – 1975; Marnie – 1964; Die Strohpuppe – 1964; James Bond 007 jagt Dr. No – 1962) – „Paul“ ist seit 40 Jahren mit Gena Rowlands verheiratet –, tauchen die Berufskomiker Jon Steward („Trent“) oder Jay Mohr („Mark“) in ungewohnt dramatischen Rollen auf.

Angelina Jolie (Der Knochenjäger – 1999) beweist in ihrer Rolle als aggressive und schwatzsüchtige Joan, dass ihr Oscar für Durchgeknallt (1999) keine Eintagsfliege ist („Playing by Heart“ hat Jolie vor den beiden genannten Filmen gedreht, in Deutschland ist er aber erst nach ihnen zu sehen gewesen, Der Knochenjäger startete im vergangenen Januar, „Durchgeknallt“ gerade vor zwei Wochen)

Akte X-Star Gillian Anderson („Meredith“) erweitert ihre Bandbreite von der kühlen, rationalen Erfolgsfrau um einige warmherzige Töne, die ihr ganz neue Möglichkeiten eröffnen dürften.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
IMDB