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Kinoplakat: Last Man Standing
Langsam, lakonisch,
hart und brutal
Titel Last Man Standing
(Last Man Standing)
Drehbuch Walter Hill
nach einer Geschichte von Ryûzô Kikushima + Akira Kurosawa
Regie Walter Hill, USA 1996
Darsteller Bruce Willis, Bruce Dern, William Sanderson, Christopher Walken, David Patrick Kelly, Karina Lombard, Ned Eisenberg, Alexandra Powers, Michael Imperioli, Ken Jenkins, R.D. Call, Ted Markland, Leslie Mann, Patrick Kilpatrick, Luis Contreras u.a.
Genre Action
Filmlänge 101 Minuten
Deutschlandstart
31. Oktober 1996
Inhalt
Ein schmutziges, staubiges Kaff an der mexikanisch-texanischen Grenze. Zwei Gangsterbanden haben hier das Sagen und schicken jeden in die Wüste, der ihren Geschäften im Weg steht. Die restlichen Einwohner verkriechen sich in ihren Häusern.

Dann kommt ein Fremder in die Stadt. Er nennt sich John Smith. Um schnell an Geld zu kommen, bietet sich Smith sowohl der einen als auch der anderen Bande als Söldner an – seine einschlägigen Qualitäten hat er bereits unter Beweis gestellt, als einige Gangster meinten, den Mann dadurch verscheuchen zu können, indem sie sein Auto demolierten.

Eine Freude für den örtlichen Bestattungsunternehmer.

In einem perfekt geplanten Täuschungsmanöver spielt er beide Seiten gegeneinander aus. Die Folge: Showdown in der flirrenden Hitze Texas‘ …

Was zu sagen wäre
Walter Hill wagt sich an die Neufassung des Akiro-Kurosawa-Klassikers „Yojimbo“, der bereits 1964 mit Für eine Handvoll Dollar ein Remake erfuhr.

Kinoplakat (US): Last Man StandingDer Vergleich zum japanischen Original ist legitim, versperrt aber die Sicht auf Walter Hills Version. Das Motiv, verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen, hat kein Copyright. Walter Hill liebt den Western („Wild Bill“ – 1995; „Geronimo“ – 1993; „Johnny Handsome“ – 1989; Red Heat – 1988; Straßen in Flammen – 1984; Nur 48 Stunden – 1982; „Die letzten Amerikaner“ – 1981; Long Riders – 1980; Die Warriors – 1979; Driver – 1978) – eine kleine Stadt, die Hauptstraße, flirrende Hitze, Leere, die heimlichen Herrscher; hier hat Hill lediglich Pferde gegen optisch ansprechende Oldtimer getauscht. Das Script folgt einer artifiziellen Struktur, will keine Überraschungen erzeugen, sondern beobachten, was passiert, wenn.

„Last Man Standing“ ist ein brutaler Film. Spätestens, wenn Christopher Walken (Pulp Fiction – 1994; True Romance – 1993; Batmans Rückkehr – 1992; James Bond 007 – Im Angesicht des Todes – 1985; Heaven's Gate – 1980; „Die durch die Hölle gehen“ – 1978; Der Stadtneurotiker – 1977) Bruce Willis zu Brei schlagen und zum Sterben zurück lässt, zieht es im Nasenrücken.

Bruce Willis variiert seine Paraderolle als der schweigsame Profi mit den treffsicheren One-Linern und sieht gut aus (12 Monkeys – 1995; Stirb langsam – Jetzt erst recht – 1995; Pulp Fiction – 1994; „Der Tod steht ihr gut“ – 1992; The Player – 1992; Last Boy Scout – 1991; „Hudson Hawk – Der Meisterdieb“ – 1991; Fegefeuer der Eitelkeiten – 1990; Stirb Langsam 2 – 1990; Stirb langsam – 1988; „Sunset – Dämmerung in Hollywood“ – 1988; „Blind Date“ – 1987).

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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