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Kinoplakat: John Rambo
Sylvester Stallone meisselt die
Action-Ikone zum Abschied neu
Titel John Rambo
(John Rambo)
Drehbuch Sylvester Stallone + Art Monterastelli
mit Charakteren aus dem Roman „First Blood” von David Morrell
Regie Sylvester Stallone, USA 2008
Darsteller Sylvester Stallone, Julie Benz, Matthew Marsden, Graham McTavish, Reynaldo Gallegos, Jake La Botz, Tim Kang, Maung Maung Khin, Paul Schulze u.a.
Genre Action
Filmlänge 92 Minuten
Deutschlandstart
14. Februar 2008
Website rambofilm.com/
Inhalt
Der Vietnam-Veteran John J. Rambo lebt seit vielen Jahren zurückgezogen in Thailand. Er arbeitet als Schlangenfänger und Bootskapitän. Ein Pastor Marsh spricht ihn an. Man habe den Kontakt zu einer Missionarsgruppe in Myanmar, dem früheren Birma, verloren. Ob er, Rambo, helfen könne. Rambo erinnert sich, die Gruppe selbst nach Myanmar gebracht zu haben. Widerwillig stimmt er zu, eine Such-Mission zu leiten.

In einem niedergebrannten Dorf treffen alle zusammen. Auch eine Gruppe birmesischer Soldaten, die unerwartet zurückkehrt, um sich mit grausamen Spielen an Gefangenen die Zeit zu vertreiben. Rambo beendet schließlich das Treiben mit Pfeil und Bogen.

Unter Rambos Kommando macht sich daraufhin ein Trupp Söldner auf, die Missionare zu befreien …

Was zu sagen wäre

Same procedure, anderes Land, keine Russen. Sonst ist alles beim Alten, zeitgemäß metzelnd aufgefrischt erzählt der Film von der letzten Mission eines Mannes, dem die Missionen ausgegangen schienen. Der in die Breite gegangene Warrior darf heimkehren. Von daher hat dieser Schwanengesang auf die Action-Ikone den mandelscharfen Beigeschmack eines guten Brandys.

John Rambo zeigt es noch einmal allen.

Teaserplakat: John RamboDer 20 Jahre ältere John Rambo ist etwas dreidimensionaler als seine Comicschablonen aus Teil II und III: Stallone ist wieder der seelisch gebrochene Ex-Soldat aus dem ersten Rambo-Film, der sich seiner augenscheinlichen Bestimmung, dem Krieg, nicht entziehen kann. Bis er … ja: bis er seine letzte Mission abschließt. Der Film ist ein scharfes Gemetzel mit Unappetitlichem. Auch hier gab es wieder Journalisten, die dem Phänomen „Rambo” über die Zahl der Toten beikommen wollten. Die Los Angeles Times merkte an, im Film werde der Tod von 236 Menschen gezeigt, etwa 2,59 pro Filmminute bzw. ca. 3,04 pro Minute seit dem ersten gezeigten Tod. Dies sei ein Rekord aller vier Rambo-Filme.

Stallone stellte im September 2009 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig eine Director's-Cut-Fassung von John Rambo vor. Diese überarbeitete Fassung sei seine „Wunschfassung”, betonte er. Diese Fassung läuft um rund sieben Minuten länger als die Kinofassung, enthält aber nicht nur die in der Originalfassung nicht gezeigten Szenen, sondern ist auch in weiten Teilen umgeschnitten. 2010 erschien dieser als Extended Cut bezeichnete Director's Cut auf Blu-ray Disc.

Nach dem durchwachsenen Erfolg des Films wandte sich Stallone einem neuen Projekt zu. Zwei Jahre später brachte er „The Expendables” in die Kinos, einen Actionfilm nach guter 80er-Bauart und mit ihm, mit Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis. Und Dolph Lundgren und Mickey Rourke.

Wertung: 4 von 6 €uro
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