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Kinoplakat (US): Jason goes to Hell – die Endabrechnung

Der Killer wird zum
Wurm. Der Film auch

Titel Jason goes to Hell – Die Endabrechnung
(Jason Goes to Hell: The Final Friday)
Drehbuch Jay Huguely + Adam Marcus + Dean Lorey
mit Charakteren von Victor Miller
Regie Adam Marcus, USA 1993
Darsteller

John D. LeMay, Kari Keegan, Kane Hodder, Steven Williams, Steven Culp, Erin Gray, Rusty Schwimmer, Richard Gant, Leslie Jordan, Billy Green Bush, Kipp Marcus, Andrew Bloch, Adam Cranner, Allison Smith, Julie Michaels u.a.

Genre Horror
Filmlänge 87 Minuten
Deutschlandstart
29. September 1993 (Direct to Video)
Website fridaythe13thfilms.com
Inhalt

Weil Jason Voorhees, der einst am Camp Crystal Lake ertrank, da die anderen Kinder ihn wegen seines Aussehens ins Wasser stießen, wiederholt wiederkam und mordete, schickt das FBI eine Spezialeinheit, die Jason „in tausend Teile“ zersprengt.

Die Gefahr scheint gebannt, doch der Kopfgeldjäger Creighton Duke ahnt, dass etwas nicht stimmt. Seine Vermutungen bestätigen sich, als es bei der Obduktion von Jasons Überresten zu einem Zwischenfall kommt und das Personal, das die Obduktion durchführte, tot aufgefunden wird.

Der Kopfgeldjäger erzählt, dass Jason sich nun in beliebige Körper hineinversetzen kann, indem er als Wurm in den Mund seines Opfers springt, er kann allerdings nur seinen eigenen Körper wiederbekommen, wenn er sich in den Körper eines Familienmitglieds versetzt. Genauso ist es auch nur einem Familienmitglied Jasons möglich, ihn zu töten. Die einzige Person, die hierfür in Frage kommt, ist die junge Jessica, die Tochter von Jasons Schwester, die nun versucht, Jason zu töten …

Was zu sagen wäre

Merke: Eine Frau, die den Schirm der Basecap hochgeklappt hat, stirbt nicht – auch wenn sie in der nächsten Szene in Victorias-Secret-Klamotten in die Dusche steigt. Das ist dann Thema des Vorspanns vor der Titelsequenz. In dieser „Endabrechnung“ geht es nicht um eine vernünftige Handlung. „Was Sie als Jason ansehen, ist nicht wirklich Jason. Dieser Körper, den er hat, ist nur Fleisch! Der Kerl weiß, wie man sich verkleidet. Er benutzt die Körper anderer Menschen wie Kleidungsstücke. Vielleicht wird er in die Luft gejagt. Aber das macht ihm überhaupt nichts aus. Dann holt er sich einen anderen Körper. Der wahre Jason Vorhees ist etwas, das weder Sie noch ich jemals gesehen haben. Es gibt nur einen Weg, ihn für immer in die Hölle zu befördern. Und ich bin der ernzige, der weiß, wie!“

Wenn sich dann, nach 20 Minuten, die Situation so weit geklärt hat, kommt es endlich zur ersten dieser Horrorfilmsentenzen, die den nahen tod in sich tragen: „Komm heute Nacht um elf zu mir, aber nicht zu spät. Hörst Du?“ Wieder sind also ein paar notgeile Teenager am Crystal Lake und, naja … im nächtlichen Zelt gibt es dann – „Debbie, ich hasse diese Dinger!“ – ungeschützten Sex, während draußen irgendjemand zuhört/schaut. Es gibt dann in der Folge allerlei Schlachterei, die sich irgendwie erklären lässt; aber im Grunde braucht es keine Erklärung, Hauptsache, es ist unappetitlich. Und das ist es.

Im Grunde wird die Freitag-der-13.-Serie wieder zu jenem Familienangelegenheit, die zu ganz am Anfang war – damals rächte Mutter Voorhees ihren ertrunken Jason. Heute kann Jason nur endgültig wiederkehren, wenn er als Wurm in den Körper eines Familienmitglieds eindringt – und auch nur ein familienmitglied kann ihn andererseits end-gül-tig zerstören (wer‘s glaubt). Auf diesem storytechnischen Höhepunkt des Billig-Splatters schrecken die Macher selbst vor einem bisschen H.R.Giger-Alien nicht zurück, dass in Jessicas Mutter eindringt – zwischen drenen Beinen.

Und am küssen sich die Überlebenden und humpeln – tatsächlich – in den Sonnenaufgang. Und Freddies Maske holt sich Freddy Kruegers („Nightmare on Elm Street“) und verschwindet damit in der Hölle. Das ganz und gar unoriginelle Trauerspiel geht also weiter.

Wertung: 1 von 10 D-Mark
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