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Kinoplakat: James Bond 007 – Octopussy

Wirre Story in exotischer Kulisse
Roger Moore gegen Sean Connery

Titel James Bond 007 – Octopussy
(Octopussy)
Drehbuch George MacDonald Fraser + Richard Maibaum + Michael G. Wilson
nach den ShortStories „Octopussy” and „The Property of a Lady” von Ian Fleming
Regie John Glen, UK, USA 1983
Darsteller Roger Moore, Maud Adams, Louis Jourdan, Kristina Wayborn, Kabir Bedi, Steven Berkoff, David Meyer, Tony Meyer, Desmond Llewelyn, Robert Brown, Lois Maxwell, Michaela Clavell, Walter Gotell, Vijay Amritraj, Albert Moses u.a.
Genre Thriller, Action
Filmlänge 131 Minuten
Deutschlandstart
5. August 1983
Website 007.com
Inhalt
Das kostbare Fabergé-Ei der russischen Zarin in der Hand des toten britischen Geheimagenten 009 bringt den Secret Service auf die Spur eines internationalen Schmugglerrings – in dessen Zentrum: die Zirkusdirektorin Octopussy. James Bond wird auf sie angesetzt und findet heraus, dass es zwei Hintermänner gibt. Prinz Kamal Khan ist der offensichtliche. Aber der andere ist gefährlicher.

Ein sowjetischer Oberst benutzt den Zirkus als trojanisches Pferd, um eine Atombombe zu transportieren, die auf einer US-Militärbasis in West-Deutschland hochgehen soll. Was weiß die schöne, undurchsichtige Octopussy …

Was zu sagen wäre

007

Für seinen 13. Bond-Film sparte Produzent Albert R. Broccoli nicht mit Aufwand und exotischen Schauplätzen – dennoch wirkte das Spektakel unausgeglichen. Es mag eine gewisse Nervosität eine Rolle gespielt haben.

Zeitgleich mit der „Octopussy“-Produktion gab es nämlich eine zweite Bond-Produktion. Wegen eines difizilen Vertragswerkes aus der Zeit vor Dr. No war es Produzent Jack Schwartzman gelungen, auch einen James-Bond-Film zu drehen, der parallel zu „Octopussy“ unter dem Titel Sag niemals Nie in die Kinos kam. Hauptrolle: Sean Connery. So kam es zum Duell Sean „James Bond“ Connery gegen Roger „James Bond“ Moore.

Sean Connery gewann das Duell. Roger Moore muss laut Drehbuch sehr alberne Gadgets einsetzen – eine Plastikente auf dem Kopf soll ihn als Taucher tarnen und einen wilden Tiger muss er im Dschungel allen Ernstes mit „Husch, husch, ins Körbchen“ vertreiben. Den Produzenten ist der Ernst an ihrer Figur abhanden gekommen; sie ordnen sich zu sehr dem Moor'schen Humor unter – was beiden, Film und Hauptfigur, nicht gut tut. Auch Bonds Gegenspieler, Prinz Kamal Khan, hat zwar öliges, fernöstliches Charisma, aber so richtig bedohlich wirkt Louis Jourdan (Der Fall Paradin – 1947) in dieser Rolle nicht.

Maud Adams spielte nach Der Mann mit dem Goldenen Colt zum zweiten mal in einem James Bond Film mit (diesmal aber in der Titelrolle). Ursprünglich war Faye Dunaway für die Rolle vorgesehen. Als sie absagte, verpflichtete man auf Roger Moores Wunsch hin Maud Adams.

Wertung: 6 von 9 D-Mark
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