Kinoplakat: James Bond 007 – Man lebt nur zweimal
Im japanischen Bad erlebt
der Agent einen Durchhänger
Titel James Bond 007 – Man lebt nur zweimal
(You Only Live Twice)
Drehbuch Roald Dahl + Harold Jack Bloom
nach einem Roman von Ian Fleming
Regie Lewis Gilbert, UK 1967
Darsteller Sean Connery, Akiko Wakabayashi, Mie Hama, Karin Dor, Donald Pleasence, Tetsuro Tamba, Teru Shimada, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn, Charles Gray, Tsai Chin, Peter Fanene Maivia, Ronald Rich, Burt Kwouk u.a.
Genre Thriller, Action
Filmlänge 117 Minuten
Deutschlandstart
14. September 1967
Website 007.com
Inhalt
James Bond wird nach Japan geschickt. Er soll das Verschwinden einer Gemini-Raumkapsel klären, die während eines Raumfluges gekapert wurde.

Die Amerikaner verdächtigen die Sowjets, die Sowjets machen die Amerikaner verantwortlich, als eine ihrer Raumkapseln ebenfalls verschwindet.

Der dritte Weltkrieg droht. 007 findet heraus, dass wieder einmal die Organisation SPECTRE ihre Finger im Spiel hat …

Was zu sagen wäre

007

Hier hat sich James Bond ein bisschen verhoben. Der Schauplatz Japan sollte dem Kinomarkt Asien erschließen. Die Kulissen sind noch größer, der Agent noch technischer und die Prügeleien werden natürlich zu Festivals asiatischer Kampfkunst. Und das Secret-Service-Hauptquartier befindet sich in einem gekenterten Schiff, dessen schiefe wände eine bizarre Kulisse bilden.

Über all den Schnick-Schnack gerät die Geschichte ein wenig ins Hintertreffen. Wichtiger scheint, dass die Zuscauer bekommen, was sie von Bond angeblich vor allem erwarten – eben die Gadgets. Dass SPECTRE wieder mal die Welt erobern, erpressen, zerstören will, gerät zur bloßen Kulisse für den abenteuerlustigen Agenten im Smoking, dessen Darsteller Sean Connery offensichtlich keine Lust mehr hat – und sich nach diesem Film ja als 007 auch verabschiedet, fürs Erste.

Kinoplakat: James Bond 007 – Feuerball

Technische Hauptdarsteller waren der Ein-Mann-Hubschrauber „Little Nellie” und ein von Ken Adam geschaffener Krater als Kulisse für den Film. Der Hubschrauber wurde für den Film von seinem Konstrukteur Kenneth H. Wallis geflogen und war mit Luftminen, Maschinengewehren, Raketen mit Wärmeleitsteuerung und Flammenwerfern bestückt.

In Japan statteten führende Elektronikhersteller noch einen Toyota 2000 GT mit allerlei technischen Extras wie Farbfernsehkameras, Videorecorder, Tonband und Monitor aus. Während der Luftaufnahmen verletzte sich ein Kameramann so schwer, dass ihm später ein Bein abgenommen wurde.

Donald Pleasance, geboren am 5. Oktober 1919 in Worksop, England, war eine Notbesetzung für den Blofeld. Der Tscheche Jan Werich war ursprünglich verpflichtet worden, wurde aber während der Dreharbeiten krank. Pleasance war ein bekannter englischer Charakterschauspieler. Er begann Mitte der 50er Jahre in Filmen mitzuwirken. Bekannt wurde er durch „Gesprengte Ketten” (1963), „Die phantastische Reise” (1966), aber auch durch John Carpenters „Halloween” (1978). Häufig verkörperte er den satanischen Bösewicht oder besonders skurrile Typen.

Wertung: 6 von 8 D-Mark