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Kinoplakat: James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau

Der Geheimagend etabliert
sich kalt und charmant

Titel James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau
(From Russia with Love)
Drehbuch Richard Maibaum + Johanna Harwood
nach dem gleichnamigen Roman von Ian Fleming
Regie Terence Young, UK 1963
Darsteller Sean Connery, Daniela Bianchi, Robert Shaw, Lotte Lenya, Pedro Armendáriz, Lotte Lenya, Robert Shaw, Bernard Lee, Eunice Gayson, Walter Gotell, Francis De Wolff, George Pastell, Nadja Regin, Lois Maxwell, Aliza Gur, Martine Beswick, Vladek Sheybal u.a.
Genre Thriller, Action
Filmlänge 115 Minuten
Deutschlandstart
14. Februar 1964
Website 007.com
Inhalt

James Bond wird von der schönen Sowjetrussin Tatjana Romanowa nach Istanbul gerufen. Wenn er ihr helfe, das Land zu verlassen, so bietet sie an, bekommt der britische Secret Service die sowjetische Dechifrier-Maschine „Lector” in die Finger. Bond, schönen Frauen nie abgeneigt, riecht eine Falle.

Was er allerdings nicht einmal ahnt, ist, daß die Organisation SPECTRE ihre schmutzigen Finger im Spiel hat …

Was zu sagen wäre

007

„From Russia with Love” gilt als der realistischste Film der Serie. Die Kritiker beurteilen ihn als besten. Erstmals erhält ein technisches Detail große Bedeutung: Bond reist mit einem Diplomatenkoffer – bestückt mit einem Wurfmesser, zehn Goldstücken und einer Gaspatrone, die dem Gegner bei unsachgemäßem Öffnen des Koffers ins Gesicht fliegt. Umständlich allerdings bleibt die Verschwörung der Geheimorganisation. SPECTRE braucht James Bond, also stellt sie eine Falle. „Was macht Sie so sicher, dass, M, der Chef des britischen Geheimdienstes, Ihnen den Gefallen tun wird, bei Ihrem Plan mitzumachen?”, fragt Blofeld. „Aus dem einfachen Grund, weil es so eine offensichtliche Falle ist. Für die britische Mentalität ist eine Falle scheinbar eine Herausforderung. Und sie würden keine noch so kleine Chance verpassen, den Lektor-Dekodierer in ihre Hände zu bekommen”, sagt darauf Kronsteen. Daran muss man glauben, sonst funktioniert weder der Film, noch die Verschwörung.

Beachtlich ist das Tempo, in dem der Film ferstig gestellt wurde. Er startete in den Kinos nur ein knappes Jahr, nachdem Dr. No gestartet war. Peter Hunt schnitt alle Szenen Grants (Robert Shaw), in denen er sprach, bis zum ersten Treffen mit Bond heraus und macht ihn als stummen Killer besonders bedrohlich. Die Schlägerei zwischen ihm und 007 im Zugabteil gilt auch heute noch als eine meisterhafte Inszenierung. Terence Youngs zweite Arbeit nach Dr. No etablierte ihn als Action-Regisseur. Danach inszenierte er außer Komödien wie „Die amourösen Abenteuer der Moll Flanders” einen sehenswerten Krimi mit Audrey Hepburn, „Warte bis es dunkel wird” (1967), sowie einige mehr oder weniger erfolgreiche Abenteuerfilme der verschiedensten Genres. So zum Beispiel „Mohn ist auch eine Blume” nach einem Roman von Ian Fleming, „Rivalen unter roter Sonne” und „Blutspur”.

Robert Shaw, geboren am 9. August 1927, war nicht nur Schauspieler, sondern schrieb auch mehrere Romane und Bühnenstücke. Er begann als Darsteller am Shakespeare Memorial Theatre. In den 70er Jahren bekam er hochdotierte Rollen in Filmen wie "Der Clou", Der weiße Hai und „Die Tiefe”. Er starb 1978 an einem Herzanfall.

Lotte Lenya (1900 - 1981), die Lebensgefährtin Kurt Weills und beste Interpretin seiner Lieder, wirkte in nur wenigen Filmen, u.a. in Pabsts Verfilmung der „Dreigroschenoper” (1931), in Sidney Lumets „Ein Hauch von Sinnlichkeit” (1969) oder in „Zwei ausgebuffte Profis” (1977).

Wertung: 7 von 7 D-Mark
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