Kinoplakat: James Bond 007 – Leben und Sterben lassen

Roger Moore übernimmt mit
Stil und britischer Noblesse

Titel James Bond 007 – Leben und Sterben lassen
(Live and Let Die)
Drehbuch Tom Mankiewicz
nach einem Roman von Ian Fleming
Regie Guy Hamilton, UK 1973
Darsteller Roger Moore, Yaphet Kotto, Jane Seymour, Clifton James, Julius Harris, Geoffrey Holder, David Hedison, Gloria Hendry, Bernard Lee, Lois Maxwell, Tommy Lane, Earl Jolly Brown, Roy Stewart, Lon Satton, Arnold Williams u.a.
Genre Thriller, Action
Filmlänge 121 Minuten
Deutschlandstart
19. Dezember 1973
Website 007.com
Inhalt

In den USA und auf der Karibikinsel San Monique werden drei britische Geheimdienstagenten erordet. James Bond soll die Morde so schnell und unauffällig wie möglich aufklären. Schon bald findet er heraus, dass ein gewisser „Mr. Big” seine Finger im Spiel hat.

Als sich beide zum erstenmal begegnen, will Big 007 umbringen lassen. Der entkommt und macht sich an Bigs Gespielin ran: die Kartenleserin Solitaire. Bond provoziert Voodoo-Zauber und muss sich mit dem geheimnisvollen Tehee rumschlagen …

Was zu sagen wäre

007

Als Einstand für Roger Moore wurde besonders bei den Action-Sequenzen sehr viel Wert auf neue Ideen gelegt. Die Motorbootjagd in den Sümpfen von Louisiana, die Amokfahrt der Sportmaschine auf einem Flughafen, der Doppeldeckerbus, der Motorradfahrer abschüttelt und die Flucht über die Rücken von Krokodilen sind nur einige der Höhepunkte. Dennoch war der Film geschäftlich nicht so erfolgreich wie Diamantenfieber. Dies ist vor allem dem farbigen Gangster zuzuschreiben, da viele Schwarze deshalb den Film mieden.

Nach Sean Connerys Absage an weitere Bond-Filme hatten sich so illustre Kandidaten wie Burt Reynolds und Tony Curtis um die Rolle beworben. Roger Moore, geboren am 14. Oktober 1927, begann als Trickfilmzeichner in London und absolvierte dort auch die Royal Acadamy of Dramatic Art. Er spielte in Hollywood Nebenrollen zumeist als eleganter Liebhaber, bevor ihn Fernsehserien bekannt machten. Vor allem „The Saint” (Simon Templar) wurde in fast alle Länder dieser Erde verkauft, aber auch „Maverick”, „The Alaskans” und „Ivanhoe” trugen zu seinem Ruhm bei. Moore sollte schon früher als Bond einspringen, aber die Serienverpflichtungen hielten ihn davon ab. Kurz vor dem Bondfilm wirkte Moore neben Tony Curtis in der amerikanischen Fernsehserie ”The Persuaders” („Die Zwei”) mit, die in Deutschland dank ironischer Synchronisation sehr erfolgreich lief.

„Live and let die” ist der erste James Bond Film, den ich gesehen habe – in Köln, im Weißhauskino an der Luxemburger Straße. Deswegen ist „Leben und Sterben lassen” mein Maßstab, an dem sich das James-Bond-Kino messen muss. In meinen Augen ist Roger Moore im Vergleich zu Connery der bessere James Bond – und ich kenne nur den Kino-Bond, die Romane habe ich nicht gelesen

Wertung: 8 von 8 D-Mark