Kinoplakat: James Bond 007 – Im Angesicht des Todes

Roger Moores Abschied gerät zur
faltenreichen Recycling-Show

Titel James Bond 007 – Im Angesicht des Todes
(A View to a Kill)
Drehbuch Richard Maibaum + Michael G. Wilson
nach der Story „From A View to a Kill” von Ian Fleming
Regie John Glen, UK, USA 1985
Darsteller Roger Moore, Christopher Walken, Tanya Roberts, Grace Jones, Patrick Macnee, Patrick Bauchau, David Yip, Fiona Fullerton, Manning Redwood, Alison Doody, Willoughby Gray, Desmond Llewelyn, Robert Brown, Lois Maxwell, Walter Gotell u.a.
Genre Thriller, Action
Filmlänge 131 Minuten
Deutschlandstart
9. August 1985
Website 007.com
Inhalt

Der Großindustrielle Max Zorin versorgt die Russen offenbar mit den neuesten Informationen westlicher Computerchip-Forschung. James Bond wird geschickt, ihm das Handwerk zu legen. Aber beim ersten Aufeinandertreffen der beiden zahlt 007 beinah mit dem Leben.

Zorin reist nach San Francisco, wo er weit finsterere Pläne verfolgt, als billige Industriespionage. Zum Showdown treffen sich Bond und Zorin auf dem Nordpfeiler der Golden Gate Bridge …

Was zu sagen wäre

007

„A view to a kill” beginnt wieder mal mit einer furiosen Skijagd, die Willy Bogner inszenierte, in der Double John Eaves in Gletscherspalten springt und teilweise auf der Kufe eines Bobs die Verfolger narrt. Zudem gibt es in Paris einen Sprung vom Eiffelturm, eine Autojagd mit einem halbierten Taxi und ein paar Actionsequenzen in San Francisco. Bürgermeisterin Dianne Feinstein sagte dem Team großzügig vollste Unterstützung zu, sodass Buslinien umgeleitet wurden und die Golden Gate Bridge gesperrt werden konnte. Es half nichts: „Im Angesicht des Todes” ist ein Recycling-Produkt aus diversen Bond-Klassikern.

Roger Moore hat die Gesichtsfaltengrenze eindeutig überschritten. Es gibt eine Szene in einer Sauna, zu der auch der beste Maskenbildner Moores Alter nicht mehr wegschminken konnte. So ist „A view to a kill” Moores letzter Bond-Film. Während seiner sieben Filme wirkte er zwischenzeitich auch immer in Abenteuerfilmen wie „Die Wildgänse kommen” (1977) und „Die Seewölfe kommen” (1980) mit. In „Auf dem Highway ist die Hölle los” (1980) parodierte er seine Bond-Rolle selber und spielte einen gewissen Seymour Goldfarb, der sich als Roger Moore ausgibt und in einem Rennen durch Amerika in dem Aston Martin DB5 teilnimmt.

Christopher Walken, geboren am 31. März 1943 in Astoria, New York, gab schon 1969 sein Schauspieldebut. Für „Die durch die Hölle gehen” (1978) gewann er sowohl den New Yorker Film Critics Award als auch einen Oscar für die „Beste männliche Nebenrolle”.

Grace Jones, Sängerin, Fotomodell und Schauspielerin, profilierte sich als Partnerin von Arnold Schwarzenegger in „Conan der Zerstörer” für die Rolle der May Day. Tanya Roberts wurde in den USA und auch bei uns im TV mit „Drei Engel für Charlie” bekannt.

Wertung: 6 von 9 D-Mark