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Kinoplakat: James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät

Lazenby bleibt glücklos:
zu nett, zu weich, zu artig

Titel James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät
(On Her Majesty's Secret Service)
Drehbuch Richard Maibaum
nach einem Roman von Ian Fleming
Regie Peter Hunt, UK 1969
Darsteller George Lazenby, Diana Rigg, Telly Savalas, Gabriele Ferzetti, Ilse Steppat, Lois Maxwell, George Baker, Bernard Lee, Bernard Horsfall, Desmond Llewelyn, Yuri Borionko, Virginia North, Geoffrey Cheshire, Irvin Allen, Terence Mountain u.a.
Genre Thriller, Action
Filmlänge 142 Minuten
Deutschlandstart
19. Dezember 1969
Website 007.com
Inhalt

James Bond quittiert den Dienst.

Der Secret Service verbietet dem Top-Agenten, seinen Erzfeind Ernest Stavro Blofeld zu jagen, also macht es Bond auf eigene Faust – ohne die Lizenz zum Töten. Er findet Blofeld in den Schweizer Alpen. Dort hat er sich in einer Bergfestung verschanzt und experimentiert mit gefährlichen Killerviren.

Bond verliebt sich in die smarte Tracy und gedenkt, sie zu heiraten …

Was zu sagen wäre

007

Nach Sean Connerys Vertragserfüllung hörte er auf. Die Produzenten suchten ausgiebig und fanden schließlich den australischen Dressman. Gleich zu Beginn des Films gibt es eine nette Reminiszenz an „den Alten”: James Bond verhindert den Selbstmord einer jungen Frau (Diana Riggs), muss sich dann einiger Angreifer erwehren. Die junge Frau nutzt die Gelegenheit, zu verschwinden. Daraufhin sagt Bond: „Das wär dem anderen nie passiert!”

„Geheimdienst” braucht lange, bis er auf Touren kommt, bis klar ist, wohin die Story eigentlich will. Dem Neuen sollte Zeit gegeben werden, damit das Publikum an ihn gewöhnt. Das funktioniert nicht. Und auch Lazenby funktioniert nicht; er ist ein Typ ohne Eigenschaften und entwickelt sich nicht weiter. Dabei hat er weit mehr zu tun, als sein Vorgänger – heiraten zum Beispiel. Die Action ist sehr okay, der Film mit 142 Minuten viel zu lang. Er wurde kein geschäftlicher Flop, brachte allerdings bedeutend weniger Gewinn als die vorherigen Filme.

Kinoplakat: James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät

Skiabfahrtsläufer und -filmer Willy Bogner inszenierte die Jagd im Berner Hochland, indem er teilweise rückwärts auf einem Ski den Berg herabfuhr. Der ganze Film verzichtet auf technische Spielereien und zeigt Bonds Heirat, den tragischen Tod seiner Frau und zudem einen Bond, der offen Gefühle zeigt. Unter den Fans steht er deswegen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Es nutzte aber nichts. Nach diesem einen Ausflug in den britischen Geheimdienst war für Lazenby Schluss

George Lazenby, geboren am 5. September 1939 in Goulburn, Australien, begann als Autoverkäufer und Fotomodell. Nach dem persönlichen Misserfolg in dem Film schnitten ihn viele Produzenten, so dass er sich nur mit Nebenrollen und Kurzauftritten in Werbespots über Wasser halten konnte.

Peter Hunt studierte Violine am London College of Music, dann Kunstgeschichte an der Universität von Rom. Er begann als Filmcutter in der 50er Jahren und schnitt zuvor alle Bondfilme. Nach „Im Geheimdienst Ihrer Majestät” inszenierte er unterschiedlich erfolgreiche Abenteuerfilme wie „Gold” (1974), „Rivalen gegen Tod und Teufel / Brüll den Teufel an” (1976) und „Wildgänse 2” (1985).

Wertung: 7 von 8 D-Mark
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