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Kinoplakat: Ich glaub', ich steh' im Wald
Der Klassiker unter den
High-School-Klamotten
Titel Ich glaub', ich steh' im Wald
(Fast Times at Ridgemont High)
Drehbuch Cameron Crowe
Regie Amy Heckerling, USA 1982
Darsteller Sean Penn, Jennifer Jason Leigh, Phoebe Cates, Judge Reinhold, Forest Whitaker, Robert Romanus, Brian Backer, Ray Walston, Anthony Edwards, Scott Thomson, Vincent Schiavelli, Amanda Wyss, D.W. Brown, Kelli Maroney, Tom Nolan, Blair Tefkin u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 90 Minuten
Deutschlandstart
16. Dezember 1982
Inhalt

Kinoplakat (US): Fast Times at Ridgemont HighLetztes Semester an der Ridgemont High, Kalifornien: Während sie im städtischen Einkaufszentrum ihr erstes Geld verdienen, kümmern sich die Jugendlichen vor allem um ihre sexuellen Erlebnisse und Liebesverwirrungen.

Die schüchternen Stacy und Mark machen ihre ersten enttäuschenden Erfahrungen, bis sie sich ineinander verlieben. Ihre besten Freunde Linda und Mike halten sich für abgeklärt, erweisen sich aber angesichts von Rückschlägen nicht als reifer. Brad kümmert sich vor allem um seine Karriere und kommt im entscheidenden Moment seiner Schwester Stacy zu Hilfe.

Jeff hingegen interessiert sich vor allem fürs Kiffen und Surfen und kommt so in einen Konflikt mit dem Lehrer Mr. Hand, der glaubt, jeder sei auf Drogen …

Was zu sagen wäre

Ich liebe diesen Film. Das hat nichts mit einer etwaig intelligent herausragenden Umsetzung eines smarten Erzählstoffes zu sondern … wer Anfang der 1980er Jahre in Phoebe Cates verliebt war – und das war irgendwie jeder – kam an diesem Film gar nicht vorbei. Cates war damals sowas wie ein upcoming Teenage-Star, die es bis in eine Spielberg-Produktion schaffte (Gremlins – 1984) – später dann aber im Grundrauschen Hollywoods verschwand. Hier zeigt sie sich barbrüstig neben upcoming Teenage-Star Jennifer Jason Leigh, die auch den BH lupft. Okay, das sagt zunächst einmal nichts über die Qualität des Films aus, sondern höchstens etwas über die – möglicherweise befremdlichen Interessen – der angepeilten Zielgruppe der 15- bis 25-Jährigen.

Lauter später bekannte Gesichter am anfang ihrer Karriere

„Fast Times at Ridgemont High“ ist Treffpunkt einer halben Generation von Filmgesichtern, die hier am Anfang ihrer Karrieren stehen und in den 1980er, 1990er Jahren immer wieder mal mehr, mal weniger prominent in Erscheinung treten werden. Der Film ist sehr, sehr 1980er: unschuldige Gefühle, pubertierend-stolpernde Jungs, schüchtern kichernde Mädchen und alle haben's faustdick hinter den Ohren. Auch der Beweis, dass eine Schul-Party auch amüsant und rührend erzählt werden kann. Und überhaupt ein grandioser Einsatz des Soundtracks, der Hitpotenzial hat.

DVD-Cover: Ich glaub, ich steh' im WaldZur Mitte des Films gibt es eine wunderbare Szene, in der Stacy (Jennifer Jason Leigh) den von ihr angehimmelten Mike (Robert Romanus) im Schuppen am Swimmingpool verführt. Die Szene dauert vom In-den-Schuppen-gehen bis zum peinlich-gestammelten „Ich muss gehen“ eine Minute und 45 Fremdschäm-Sekunden. Dann Schnitt … Stacy und ihre beste Freundin Linda (Phoebe) schneiden eine dicke Mortadella in kleine Scheiben. Abstrahierende Bildsprache statt platter Gags. Und in Lucys Verzweiflung ob des kalten Sex' sagt Linda: „Wir haben hier nicht mal Kabelfernsehen und da willst Du Romantik.“ Die Nachfolger dieser Filme – die American-Pie-Filme etwa – zeigen nichts Unzüchtiges mehr, es sei denn, Du hälst Sperma im Bier für unzüchtig. Die Mädels in Filmen dieser Art heute sind züchtiger. Und die Bilder platter, dafür sind die Furzgeräusche lauter.

Recherche auf dem Schulhof

Drehbuchautor Cameron Crowe hatte für das Buch recherchiert, indem er als junger Mann Anfang Zwanzig undercover die Clairemont High School in San Diego, Kalifornien besuchte. Zu den Schauspielern, die nicht im Vorspann genannt wurden, zählen Forest Whitaker, Eric Stoltz, James Russo, Nicolas Cage (in seinem einzigen Auftritt als Nicolas Coppola), Anthony Edwards und der spätere Regisseur Martin Brest.

Die Original-Lieder stammen unter anderen von Jackson Browne, Danny Elfman, Don Henley, Kenny Loggins, Giorgio Moroder, Graham Nash und Stevie Nicks. Der Film enthielt auch den Song Kashmir von Led Zeppelin, dessen Übernahme diese den Produzenten nur wegen ihrer Freundschaft zu Crowe überließen, der sie für den Rolling Stone interviewt hatte. Crowe machte sich später einen Namen als Regisseur von Filmen wie „Singles – Gemeinsam einsam“ (1992), „Jerry Maguire – Spiel des Lebens“ (1996, mit Tom Cruise), Almost Famous – Fast berühmt (2000) oder Vanilla Sky (2001).

Regisseurin Amy Heckerling machte sich später einen Namen als Regisseurin einzelner TV-Serienfolgen und als Macherin der Komödien „Kuck' mal wer da spricht!“, Teil 1 + 2 (1989/90) und Clueless – Was sonst! (1995). 

Wertung: 7 von 9 D-Mark
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