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Kinoplakat: Harry Potter und der Stein der Weisen
Buchstabengetreue Verfilmung
der der Zauber abgeht
Titel Harry Potter und der Stein der Weisen
(Harry Potter and the Sorcerer's Stone)
Drehbuch Steve Kloves
nach dem gleichnamigen Roman von Joanne K. Rowling
Regie Chris Columbus, UK, USA 2001
Darsteller Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint, Richard Harris, Alan Rickman, Dame Maggie Smith, Robbie Coltrane, John Cleese, Warwick Davis, Richard Griffiths, Ian Hart, John Hurt, Fiona Shaw, Julie Walters, Zoë Wanamaker, Tom Felton, Harry Melling, David Bradley u.a.
Genre Fantasy
Filmlänge 152 Minuten
Deutschlandstart
22. November 2001
Website carlsen-harrypotter.de
Inhalt

Harry Potter. Waisenkind. Aufgewachsen bei den Dursleys – Tante Petunia, Onkel Vernon und Vetter Dudley. Letzterer ein ausgesprochen fetter Vetter. Furchtbar verwöhnt. Überhaupt gilt: Die Liebe, die die Dursleys ihrem Sohn angedeihen lassen, lassen sie bei Harry vermissen. Der ist daher alles andere als traurig, als er an seinem 11. Geburtstag erfährt, dass seine richtigen Eltern echte Zauberer waren und ihre Gabe an Harry vererbt haben.

Die Dursleys versuchen zwar alles, Harry vom Briefkasten fernzuhalten, aus dem andauernd die Einladung an das Zaubererinternat Hogwarts flattert, aber die Briefträger – verzeihung: die Eulen – sind hartnäckiger und schließlich taucht der hühnenhafte Hagrid in der Tür auf und nimmt den vor Glück strahlenden Harry einfach mit. In Hogwarts trifft er endlich Freunde: den rothaarigen Ronald Weasley und die strebsame Hermine Granger. Und als Harry Wind davon bekommt, dass unter seinen Professoren ein Verräter weilt, der den gut bewachten „Stein der Weisen” aus den Gewölben der Schule stehlen will, verdächtigt er gleich den strengen Professor Severus Snape.

Da ahnt er noch nicht, dass jemand ganz anderes die Fäden zieht. Einer, dessen Namen niemand ausspricht und dem Harry schon einmal begegnet ist – damals war er noch ganz klein und verlor gerade seine Eltern. Seither hat er diese Blitzförmige Narbe an der Stirn …

Was zu sagen wäre

Harry Potter ist der zentrale Charakter einer Serie von Büchern für Kinder und Erwachsene, die von der britischen Autorin J. K. Rowling geschrieben wurden. Regisseur Chris Columbus („Mrs. Doubtfire” – 1993; „Kevin - Allein zu Haus” – 1990) hat sich sehr eng an der Buchvorlage orientiert, was für alle Potterianer natürlich schön sein wird. Jene jedoch, die das Buch bislang von sich fern halten konnten, sich aber dennoch den Film ansehen möchten, werden etwas konfus. Es zeigt sich, dass die Story mit ihren vielen fremden Namen und Verquickungen dem Anfänger hohe Konzentration abverlangt. Wie gesagt: Das gilt für die Anfänger.

Häufig wirkt die Verfilmung wie ein „Déja vu” – als sähe man ein Best-of-Stein-der-Weisen: Rein in die Szene, Szene, schnell wieder raus aus der Szene. Wir, die wir das Buch gelesen haben, haben daran unsere helle Freude. Warum allerdings viele der Computereffekte so mies gelungen sind, bleibt ein Rätsel. Gleich in der ersten Szene fliegt eine künstliche Eule und wir bekommen den Eindruck nicht los, als habe sich da ein Praktikant versuchen dürfen: Dann fliegt die Eule halt etwas eckig. Und der Troll, der Hermine im Waschraum angreift, wackelt auf dem Niveau, auf dem schon der „Scorpion King” aus Die Mumie kehrt zurück (2001) dilettiert hat – furchtbar!

Richard Harris als Dumbledore, Maggie Smith („Hook”) als Professorin McGonegall und natürlich Alan Rickman (Stirb Langsam – 1988) als Severus Snape sind glänzend besetzt. Daniel Radcliffe überzeugt als Harry (wenn die deutsche Synchronfassung auch sehr zu wünschen übrig lässt), Rupert Grint ist ein ordentlicher rothaariger Ron Weasley und Emma Watson gibt als Hermine Granger eine hinreißende Streberin.

Dieser erste Harry-Potter-Film unterhält und ist für Kino erfahrene Kinder ab 8 Jahren geeignet. Weil die Bücher immer besser werden, kann das für die Filme nur Gutes bedeuten!

Wertung: 4 von 6 €uro
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