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Kinoplakat: Hardball
Dramaturgie nach Schnittbogen
Film ohne Überraschungen
Titel Hardball
(Hard Ball)
Drehbuch John Gatins
nach einem Roman von Daniel Coyle
Regie Brian Robbins, USA, Deutschland 2001
Darsteller Keanu Reeves, Diane Lane, John Hawkes, Bryan Hearne, Julian Griffith, Michael B. Jordan, A. Delon Ellis Jr., Kristopher Lofton, Michael Perkins, Brian M. Reed, DeWayne Warren, Carol Hall, Jacqueline Williams, Freeman Coffey, D.B. Sweeney u.a.
Genre Drama
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
9. Mai 2002
Inhalt
Conor O'Neill treibt eher ziellos durchs Leben und hat eine Schwäche, die ihn des öfteren in Geldnöte bringt: Der Spieler steht bei etlichen Buchmachern in der Kreide. Als einige von ihnen ungeduldig werden, wendet sich Conor an seinen Freund Jimmy Fleming, der ihm schon einige Male aus der Patsche geholfen hat. Doch der erfolgreiche Investmentbanker ist nicht mehr bereit, sein Geld ohne jegliche Chance auf ein Wiedersehen zu verpulvern.

Jimmy hat eine bessere Idee und schlägt Conor einen Deal vor: Wenn Conor sich bereit erklärt, eine Gruppe sozial schwach gestellter Großstadtkids im Baseball zu trainieren, zahlt er ihm einen Wochenlohn zur Tilgung der Schulden. Natürlich ist Conor nicht gerade begeistert, nachmittags seine Zeit mit irgendwelchen Ghetto-Kids zu verbringen, doch es bleibt ihm keine andere Wahl, will er schnell an Geld kommen.

Die Kids sind frech, haben nicht viel Ahnung von Baseball und es fehlen Spieler, doch der Deal verlangt, dass Conor ein funktionierendes Team zusammenstellt. Also wendet er sich zur Unterstützung an die attraktive Lehrerin der Jungen, Elizabeth Wilkes.

Es kommt, wie es kommen muss: Sein seltsames Team wächst Conor ans Herz, Elizabeth ist ihm auch nicht ganz gleichgültig, und dank seiner Arbeit mit den Kids erkennt er, worauf es im Leben wirklich ankommt …

Was zu sagen wäre
Ein Film nach dem Muster: Sie hatten keine Chance. Aber die haben sie genutzt. Mehr muss man – eigentlich – nicht sagen. Damit weiß man alles.

Ein Film, der beweist, dass Künstler nach einem kommerziellen Erfolg nicht automatisch und unbedingt qualitativ Hochwertiges abliefern. Spätestens nach Matrix (1999) hätte man von Keanu Reeves (Sweet November – 2001; The Gift – Die dunkle Gabe – 2000; The Watcher – 2000; Im Auftrag des Teufels – 1997; Dem Himmel so nah – 1995; Vernetzt – 1995; Speed – 1994) eine steile Blockbuster-Karriere erwarten dürfen. Statt dessen kommt er mit einem uninspirierten Setzkastendrama aus dem Jugendsport.

Der Film funktioniert auf dem Papier: Exposition, Held am Boden, Fegefeuer, Läuterung, Gewinnen. Allerdings ist das eher ein Papier aus der Drehbuchschule. Für das große Kino reicht der seichte Film nicht – keine Überraschung stört den Fluss, keine Kante, selbst die Ghetto-Kids sind im Grunde brave Statisten. Schön, Diane Lane zuzuschauen (Der Sturm – 2000; „Mord im Weißen Haus“ – 1997; Judge Dredd – 1995; „Cotton Club" – 1984; Straßen in Flammen – 1984; „Rumble Fish" – 1983; „Die Outsider" – 1983). Aber eine einzelne, charmant resolute Pädagogin macht noch keinen Film.

Wertung: 2 von 6 €uro
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