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Kinoplakat: Hackers – Im Netz des FBI
Ein bunter Abenteuerspaß
Titel Hackers – Im Netz des FBI
(Hackers)
Drehbuch Rafael Moreu
Regie Iain Softley, USA 1995
Darsteller Jonny Lee Miller, Angelina Jolie, Jesse Bradford, Matthew Lillard, Laurence Mason, Renoly Santiago, Fisher Stevens, Alberta Watson, Darren Lee, Peter Y. Kim, Ethan Browne, Lorraine Bracco, Wendell Pierce, Michael Gaston, Marc Anthony u.a.
Genre Komödie, Crime
Filmlänge 107 Minuten
Deutschlandstart
13. Juni 1996
Inhalt

Im Alter von 11 Jahren legt der Computer-Freak Dade Murphy alias Zero-Cool mit einem selbst programmierten Computervirus 1.507 Systeme, zu dem auch das Wall-Street-Rechenzentrum gehört, lahm. Seine Familie wird daraufhin zu einer Geldstrafe in Höhe von 45.000 US-Dollar verurteilt. Er selbst darf bis zu seinem 18. Lebensjahr weder einen Computer noch ein Tastentelefon besitzen oder benutzen.

Kinoplakat: Hackers – Im Netz des FBISieben Jahre später, im Jahr 1995, muss Dades Mutter einen Job in New York annehmen und ihr altes Haus in Seattle verkaufen. Kurz nach der Ankunft in der Stadt schließt Dade noch in der Nacht seines 18. Geburtstages den PC wieder an das Telefonnetz an und macht im Cyberspace Bekanntschaft mit anderen Hackern.

Zuerst lernt er Ramon alias Phantom Phreak kennen, dann Emanuel alias Cereal Killer, Paul alias Lord Nikon sowie den jungen und unerfahrenen Joey. Später erfährt Dade, dass es sich bei seiner Schulkameradin Kate Libby um den ihm bereits bekannten Hacker Acid Burn handelt. Zuerst können sich Kate und er nicht ausstehen, doch als Joey vom Secret Service verhaftet wird, da er sich in den Großrechner der Mineralölfirma „Ellingson Mineral“ eingehackt haben soll, beginnen sich Acid und Crash in einem virtuellen Kräftemessen am Secret Service zu rächen.

Bald merken sie jedoch, dass die wahre Gefahr von dem erwachsenen Hacker Eugene Belford alias The Plague ausgeht, der als Sicherheitschef für einen großen amerikanischen Mineralölkonzern arbeitet. Plague hat einen „Wurm“ programmiert, der von den Konten dieser Firma automatisch so lange kleine Beträge auf ein Nummernkonto überweist, bis eine bestimmte Summe erreicht ist.

Als Joey nach seiner Verhaftung wieder auf freien Fuß gesetzt wird, erzählt er Dade und seinen Freunden, dass er den Wurm in einer Abfalldatei auf dem Großrechner der Mineralölfirma gefunden und einen Teil davon auf Diskette kopiert hat …

Was zu sagen wäre

Das ist ein hübscher bunter Abenteuerfilm mit leicht durchgeknalten jungen Leuten und Computern. MAn muss nicht durchsteigen durch alles, was die so anstellen. Die Filmemacher haben es auch nicht geschafft.Wie sonst ist zu erklären, dass dieser Film genausogut ein Bäckereithriller, ein Autowerkstattthriller oder ein Flughafenthriller sein könnte. Computer finden nur besondere Beachtung, wenn sie bunte Screens zeigen.

Kinoplakat (US): Hackers

Die Story ist schon arg bekloppt und wäre vielleicht besser in einer „5 Freunde …“-Umgebung aufgehoben. Aber es ist Kino und dort sind schon so viele unterschiedliche, unwahrscheinliche Geschichten in unpassendem Kleid erzählt worden … warum also nicht. Also: Engagierte, unschuldig motivierte Leute, ein gerissener Schurke und Behörden, die alles „immer schon so gemacht“ haben. Das geht immer. Gerade bei der angepeilten Zielgruppe.

Junge Leute sollen ins Kino gelockt werden. Da ist Angelina Joilie, die hier die Hackerin Acid Burn spielt, ein guter Anfang. Attraktiv. Cool. Präsent. und jedenfalls so einnehmend, dass sie kurz nach den Dreharbeiten ihren männlichen Partner, Jonny Lee Miller heiratete; die Ehe hielt aber nur drei Jahre (1996 – 1999). Jolie präsentiert sich inklusive Makeup hier so künstlich, wie es die virtuellen Welten sind, die sie so gerne hackt.

Der Film bietet nichts Besonderes, außer: Das Surrounding ist mal ein anderes und angesichts der Entwicklung um uns herum wird das Thema Virtuelle Welten, Hacker und Co. noch diverse Filme füllen. Da ist es nicht schlecht, wenn die ersten Filme aus diesem Genre so aussehen, wie ihre Kriminal-Geschwister aus den analogen Filmen.

Vor 14 Jahren gab es den Film Tron, der auch – und viel extremer – in der virtuellen Welt spielte; der war für sein Publikum noch zu früh, zu Science Fiction. Jetzt, wo sich die ersten Personal Computer (PC) in Büros (und sogar in einigen Privatwohnungen) verbreiten, ist das Thema und der Hinweis auf die in ihm steckenden Gefahren geradezu sensibel; wobei uns der film das alles als einen großen Spaß verkauft.

Wer mit Computern umgehen kann, ist der King/die Queen, dem stehen alle Tore sperrangelweit offen. Wir erleben Kids beim digitalen Ringelpitz – wer ist schneller, wer ist gewitzter, wer hat den entscheidenden Code? Und von A nach B bewegen sich diese hippen Großstadt-Realitäten natürlich per Skateboard oder Roller Skates.

Wertung: 5 von 10 D-Mark
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