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Kinoplakat: Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster
Dasselbe nochmal. Aber
ohne die Überraschung
Titel Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster
(Gremlins 2: The New Batch)
Drehbuch Charles S. Haas
mit Figuren von Chris Columbus
Regie Joe Dante, USA 1990
Darsteller

Zach Galligan, Phoebe Cates, John Glover, Robert Prosky, Robert Picardo, Christopher Lee, Haviland Morris, Dick Miller, Jackie Joseph, Gedde Watanabe, Keye Luke, Kathleen Freeman, Don Stanton, Dan Stanton, Shawn Nelson u.a.

Genre Fantasy, Komödie
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
23. August 1990
Inhalt

Einige Jahre, nachdem Gremlins die Heimatstadt von Billy und Kate verwüstet haben, lebt das junge Paar in New York und arbeitet im High Tech-Zentrum des Medienmoguls Daniel Clamp. Neben einem Fernsehsender, zahlreichen Geschäften und Restaurants sowie einem Architekturbüro befindet sich auch ein Forschungslabor in dem Zentrum. Genau dorthin wird eines Tages der freundliche Mogwai Gizmo gebracht.

Als Gizmo mit Wasser in Berührung kommt, schlüpfen aus seinem Fell gefräßige und aggressive Mogwais. Sie schließen Gizmo in einen Lüftungsschacht ein und begeben sich auf die Suche nach Nahrung. Denn wenn ein Mogwai nach Mitternacht frisst, verwandelt er sich in einen Gremlin. Ihr Plan geht auf; sie verwüsten das Zentrum und versetzen alle Besucher in Angst und Schrecken, können das Gebäude aber (noch) nicht verlassen, da die Sonne scheint.

Einige der Gremlins kommen in dem Forschungslabor mit Medikamenten in Berührung und mutieren – zu Fledermaußabarten oder zu professoralen Intelligenzschwätzern. Der leitende Wissenschaftler, Dr. Catheter, versucht zunächst mit der Hilfe von Billy und dem obersten Wachmann Forster, die Gremlins mit Waffengewalt zu vertreiben. Jedoch wird Catheder von einem Elektro-Gremlin getötet und Forster von einer verliebten Gremlindame verscheucht.

Der Schlaukopfgremlin übernimmt das Kommando über die Gremlin-Armee, bereitet sie auf die Invasion von New York vor und stimmt aus Vorfreude schon mal das Lied New York, New York an …

Was zu sagen wäre

More of the same; mit einer für eine Fortsetzung notwendigen größeren Fallhöhe: Diesmal ist ganz Manhattan von der Invasion durch die kleinen, tricktechnisch beweglicher gewordenen Monster bedroht, die sich noch dazu in einem Gen-Labor mutieren lassen. Dafür verzichten die Macher auf die charmante Anarchie und die Überraschungen des Originals und stürzen sich auf ein paar Insider-Zitate und TV-Gags. Die auftretenden … Menschen(?) agieren allesamt wie Knallchargen. Was im Original noch irgendwie … nett war, weil wir US-Teenager in einer US-Kleinstadt erlebten, ist hier einfach nur blöd.

Eine karrieregeile, flammendrothaarige PR-Frau namens Marla, eine – auch nach Jahren in Manhattan – noch spießige Kate (die ehemals süße Phoebe Cates mit Kurzhaarfrisur, furchtbar), ein Konzernboss, der nicht bis fünf zählen kann, aber unablässig alberne Superscyscraper bauen will, ein hysterisch fotografierender Japaner und und und … der Film bietet neben den deutlich sexualisierten Gremlins (jetzt Erwachsene statt Teenager, Manhattan statt Suburbs, Domina-Gremlin statt Schneewittchen) ein Kaleidoskop an Klischeefiguren aus dem TV-Serienkosmos, dem man in jeder Szene ansieht, dass Joe Dante (Meine teuflischen Nachbarn – 1989; Die Reise ins Ich – 1987; Explorers – Ein phantastisches Abenteuer – 1985; Gremlins – Kleine Monster – 1984; Piranhas – 1978) einfach große Lust hatte, seine Gremlins in Frauenkleider und Spinnenkörper zu stecken. Nur: Was hat der zahlende Kinozuschauer davon, wenn sonst nichts passiert?

Roger Ebert von der Chicago Sun-Times kritisiert, dass der Film „zu wenig Story und zu viele Gremlins“ habe. Ken Hanke von der Mountain Xpress nennt den Film eine „überraschend angenehme Fortsetzung“. Das Lexikon des Internationalen Films bezeichnet Gremlins 2 als „tricktechnisch beeindruckende Fortsetzung des Publikumserfolges Gremlins - Kleine Monster (1983), die zu einer genüsslichen Orgie der Verwüstung eskaliert, in den Seitenhieben auf Medien und Unterhaltungskultur aber den Insider-Witz übertreibt.“

Wertung: 4 von 9 D-Mark
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