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DVD-Cover: Godzilla – Final Wars
Monströses Geburtstagskind
gibt seine Abschiedstournee
Titel Godzilla – Final Wars
(Gojira: Fainaru uôzu)
Drehbuch Isao Kiriyama + Ryuhei Kitamura
Regie Ryuhei Kitamura, Japan, Australien, USA, China 2004
Darsteller

Masahiro Matsuoka, Rei Kikukawa, Kazuki Kitamura, Don Frye, Akira Takarada u.a.

Genre Monsterfilm
Filmlänge 125 Minuten
Deutschlandstart
28. November 2005 (DVD-Release)
Website Godzilla-Wiki
Inhalt

In naher Zukunft: Godzilla kämpft gegen die Gôten. Captain Gordon Douglas versenkt den Riesen schließlich unter einer dicken Eisdecke am Nordpol.

Einige Jahre später: Chaos bricht aus, eine Heerschar von Monstern fällt über die Welt her. Die Spezialeinheit um Shinichi und Kazunori scheint machtlos zu sein. Plötzlich taucht ein fremdes Raumschiff auf, welches die Moster in Luft auflöst. Die Außerirdischen haben keine guten Absichten. Zwar stellt sich die Spezialeinheit in den Weg, aber als die Monster zurück auf die Erde gebeamt werden, geht die Zerstörung unaufhaltsam weiter.

DVD-Cover (US): Godzilla – Final WarsNun gibt es nur noch eine Möglichkeit die Monster zu besiegen: Godzilla muss aus dem ewigen Eis befreit werden. Als die Schlacht gegen die Aliens verloren scheint, stellt der aus dem Eis befreite Riese klar, wo der Hammer hängt …

Was zu sagen wäre

Brutale Kriege mit immer schrecklicheren Waffen und die fortschreitende Umweltzerstörung haben das Gesicht der Erde verändert. Aus Gift und Müll sind Riesen-Monster wieder zum Leben erwacht, wie sie die Erde seit der Urzeit nicht mehr gesehen hatte!“ Mit diesen Worten gallopiert der Vorspann des Films durch 50 Jahre Toho-Monsterfilme. Das setzt die Marschrichtung dieses vorgeblich letzten Godzillafilms.

Pünktlich zu seinem 50. Geburtstag verabschiedet sich das beliebte Ungeheuer. Und was das für ein Abschied ist. Alle bekannten Monster tauchen auf – Angilas, Baby Godzilla („Minya”), Ebirah, Rodan, Mothra, Ghidorah, Gezora, Gigan, selbst die Gōtengō, das U-Boot aus „U2000 – Tauchfahrt des Grauens“ hat seinen Auftritt – sogar Godzillas Hollywood-Abbild aus dem Roland-Emmerich-Film.

Zum Geburtstag darf sich Godzilla einmal quer durch seine eigene Filmgeschichte prügeln. „Vor langer Zeit haben die Menschen etwas Schreckliches getan und Godzilla damit sehr wütend gemacht. Sie entfachten einen grßen Feuerball, der fast die ganze Erde unbewohnbar gemacht hätte. Die Wut über dieses Feuer hat Godzilla bis heute nicht vergessen.

Angereichert wird der Film durch die im zeitgenössischen Kino so beliebten Martial-Arts-Kampfvariationen. Solche Szenen helfen nicht der Dramaturgie, aber um Dramaturgie geht es auf dieser Geburtstagstorte auch nicht mehr. Die Handlung, angelehnt an alte Weltraummonsterabenteuer, dient dazu, Zeit zu schinden, um allen Monstern der vergangenen 50 Jahre zum Auftritt zu verhelfen. „Die Welt ist zerstört“, knurrt Oberleutnant Gordon, „und die Welt ist längst verloren. Es geht nur noch um unsere Ehre! Entweder, wir verkriechen uns zu Sterben, oder wir sterben im Kampf!

Hemmungslos zitiert der Film darüberhinaus alles, was im Kino der vergangenen Jahre gut gelaufen ist: Matrix, Independence Day, John Woos Mission: Impossible-Version, Power Rangers und alle alten Godzilla-Filme. Die Außerirdischen von dem Planeten, dessen Namen „die Menschen nicht aussprechen können“ und daher einfach „X-Aliens“ genannt werden, sind Nachkommen der Alphawesen aus Befehl aus dem Dunkel.

Hör zu, Kleiner“, knurrt der kernige Kommandant der Gōtengō: „Es gibt zwei Dinge, die Du von der Erde noch nicht kennst: Das eine bin ich. Und das andere ist Godzilla!“ Ein großes Vergnügen!

Wertung: 5 von 6 €uro
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