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Kinoplakat: Der Koloss von Konga
Dieser Hybrid aus Kong und Godzilla
liefert keine neuen Erkenntnisse
Titel Der Koloss von Konga
(Xing Xing Wang)
Drehbuch Kuang Ni
Regie Meng Hua Ho (als Homer Gaugh), Hongkong 1977
Darsteller
Evelyne Kraft, Lee, Feng Ku, Wei Tu Lin, Norman Chu, Hang-Sheng Wu, Yao Hsiao, Ping Chen, Yi-Hsiung Chi, Szu-Ying Chien, Chun Chin, Tien-Chu Chin, Kung-Wu Huang u.a.
Genre Monsterfilm
Filmlänge 86 Minuten
Deutschlandstart
20. Januar 1978
Inhalt

Chen Cheng-Feng ist auf Forschungsreise in Indien. Hier im tiefsten Urwald trifft er auf einen riesigen Gorilla, der mit einer jungen Frau namens Ah Wei zusammen lebt.

Aus Profitgier erschleicht er sich das Vertrauen der Frau und schleppt beide mit nach Hongkong, um hier mit diesem Giganten der Urwelt und seiner menschlichen Freundin viel Geld zu verdienen. Doch der Riesenaffe verliert inmitten den Wirren der Zivilisation die Kontrolle und läuft Amok.

Die Millionenstadt liegt in Trümmern, die Menschen fliehen in Angst und Panik …

Was zu sagen wäre

Klassische Ausgangslage. Ein fernes Eiland. Ein legendenumwobener Koloss, schließlich ein großer Affe und eine sehr blonde, sehr junge Frau. Bald darauf schwillt die Musik für jazzige Romantik an – Fahrstuhlmusik.

Die Godzilla-Konkurrenten von den Shaw-Brothers blieben dem Plastikgenre treu. Ihre Gorilla-MakeUps sind so schlecht, dass sie ironisch gemeint sein müssen. Die Story verlässt sich ganz auf die Schauwerte, die ein großer Gorilla auf der Leinwand erzeugt (und wer ihn dann sieht und mit dem Lachen fertig ist, hat die Eintrittskarte schon bezahlt). Dazu werden Tropenromantik im knappen Bikini-Wams und Schmusen mit einem Tiger gereicht. Zwischendrin wirft der fürsorgliche King-Kong-Ersatz lindernde Lorberblätter ans Krankenlager.

„Der Koloss von Konga“ disqualifiziert sich nicht durch seine – wir schreiben das Jahr 1977 – unterirdischen Special Effects – die könnte man noch als genreüblich umschmeicheln. Der Film disqualifiziert sich durch seine offen zur Schau gestellte Lustlosigkeit und Leere im Script. „King Kong“, „Tarzan“ und „Godzilla“ geben eine Party, die Gäste geben sich alle Mühe, die Dramolette, Eifersüchteleien, Intrigen und Romantik-Reigen aufzuführen, auch das beliebte Monster-wandert-ziellos-durch-die-Stadt-und-haut-alles-in-Trümmer fehlt nicht – und dann ist das Bier warm.

Den ganzen Aufwand, um einen unterzuckerten Stuntman in einem schlecht sitzenden Affenkostüm von C&A durch Pappmachékulissen stapfen zu sehen, während ein blondes Leder-Bikini-Mädel Hula-Hoop tanzt.

Wertung: 3 von 9 D-Mark
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