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Kinoplakat: Get the Gringo

Mel Gibson sucht immer noch ein Comeback
Mit diesem Film scheitert er ein weiteres Mal

Titel Get the Gringo
(Get the Gringo)
Drehbuch Mel Gibson + Stacy Perskie + Adrian Grunberg
Regie Adrian Grunberg, USA 2012
Darsteller Mel Gibson, Kevin Hernandez, Daniel Giménez Cacho, Jesús Ochoa, Dolores Heredia, Peter Gerety, Roberto Sosa, Peter Stormare, Mario Zaragoza, Gerardo Taracena, Dean Norris, Tenoch Huerta, Fernando Becerril, Scott Cohen, Bob Gunton u.a.
Genre Action, Crime
Filmlänge 96 Minuten
Deutschlandstart
28. Februar 2013
Inhalt

Auf der Flucht vor der Polizei durchbricht Driver mit einer Tasche voller Geld illegal die Grenze nach Mexiko. Dort wird er festgenommen und in einen mexikanischen Knast gesteckt.

Bei dem Gefängnis handelt es sich eigentlich eher um eine Kleinstadt, die abgeriegelt ist und nur von Verbrechern bewohnt wird. Dementsprechend ist der Umgang besonders rau und Driver hat Schwierigkeiten, sich anzupassen. Hilfe kommt von einem zehnjährigen Jungen, der sich in dem Gefängnis-Dorf bestens auskennt.

Wegen seiner extrem seltenen Blutgruppe ist die Leber des Jungen ein begehrtes Objekt, hinter der der Javi her ist, der heimliche Boss hier im Gefängnis. Als Driver erfährt, dass die Mutter des Kindes in Schwierigkeiten steckt, beschließt er, seine Dankbarkeit zu zeigen und der kleinen Familie zu helfen. Dazu muss er alleridngs erst einmal ausbrechen …

Was zu sagen wäre

Mel Gibson („Der Biber” – 2011; Signs – Zeichen – 2002; Der Patriot – 2000; The Million Dollar Hotel – 2000; „Fletchers Visionen“ – 1997) bastelt an seinem Comeback und will nicht wahrhaben, dass die Zeit über ihn hinweg geangen ist. Also produziert er einen Gefängnisfilm. Da geht es um harte Männer in definierter Umgebung mit knappen Dialogen.

Gibson hat auch produziert und am Buch mitgeschrieben. Das Ergebnis sind mäßig formulierte Off-Texte, die besser in einen Noir-Comic passen, aber nicht in einen ernst zu nehmenden Film. Dazu wählen die Macher ein Setting in monochromem Gelb, wie man es bei Erstlingsfilmen findet, die monochrom mit experimentierfreudig verwechseln.

Bis die Geschichte in Gang kommt, also, wenn der Junge auftaucht, setzt Regisseur Adrian Grunberg sehr darauf, dass uns die fremde Umgebung packt. Aber verschwitzte, korrupte mexikanische Gefängniswärter? Eine Kleinstadt als Gefängnis? Bullige Schläger?

Ich will nicht sagen, dass der Film nicht eine gewisse Spannung halten kann. Er ist schmutzig, blutig und gemein. Kann man sich angucken. Aber er ist halt weder innovativ noch sonstwie etwas Besonderes; und Mel Gibson als krimineller Charmebolzen ist auch keine neue Nummer (Payback – Zahltag – 1999). Insofern ist es tatsächlich ein Comeback – eine Rückkehr zum Gewesenen.

Wertung: 3 von 8 €uro
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