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Kinoplakat: Ein Königreich für ein Lama
Gag auf Gag auf Gag
Disneys neuer Groove
Titel Ein Königreich für ein Lama
(The Emperor's New Groove)
Drehbuch Chris Williams + Mark Dindal + David Reynolds + Stephen J. Anderson
Regie Mark Dindal, USA 2000
Stimmen

David Spade, Michael „Bully“ Herbig, John Goodman, Reinhard Brock, Eartha Kitt, Elke Sommer, Patrick Warburton, Thomas Amper, Wendie Malick, Marietta Meade, KellyAnn Kelso, Lara Wurmer, Eli Russell Linnetz,  Tim Schwarzmaier, Patti Deutsch, Monika John, Tom Jones, Nino de Angelo u.a.

(aufgeführt sind Synchronsprecher der us-amerikanischen sowie der deutschen Fassung)

Genre Zeichentrick
Filmlänge 78 Minuten
Deutschlandstart
15. März 2001
Website WaltDisney.org
Inhalt

Der junge Kuzco – seines Zeichens König der Inkas – führt eine ziemlich arrogante und wenig gerechte Regentschaft. Nicht gerade verwunderlich, dass eine beträchtliche Anzahl an Bürgern seines Reiches das Ende seiner Herrschaft herbeisehnen.

Yzma, seine böse Beraterin, will diesen Vorgang aus Rache für ihre Entlassung mittels Zaubertrank beschleunigen. Doch aufgrund eines Fehlers ihres recht einfältigen Assistenten Kronk verwandelt sich Kuzco in ein Lama, statt das Zeitliche zu segnen.

Mit Hilfe des gutmütigen Bauern Pacha versucht er, ein Gegenmittel zu finden, um seinen Thron zurückzuerobern …

Was zu sagen wäre

Disney goes Comedy: Der erste reine Zeichentrickfilm seit Tarzan, der erst ein Jahr her ist, aber in der Zwischenzeit haben die Disney Studios mit Computergraphics in Dinosaurier experimentiert und ihr „Fantasia“-Konzept reanimiert. Offenbar suchen sie wieder Linie in Burbank, nachdem ihre Erfolgskurve nach Die Schöne und das Biest, Aladdin, Der König der Löwen und Mulan im Sinken begriffen ist – Disney braucht eine neue Linie. Dieser „New Groove“ könnte eine Richtung sein.

Kinoplakat: Ein Königreich für ein LamaDie Handlung einfach gestrickt (wie einst Schneewittchen), gebaut auf die Punchline für das moderne Publikum. Das  funktioniert gut – unabhängig von irgendeinem Disney-Erbe. Er ist geradezu revolutionär im Disney-Universum: Pachas Ehefrau, Chicha, ist die erste schwangere Frau, die je in einem Zeichentrick-Disney aufgetreten ist. Der Titelheld ist ein arroganter Sack, der Bittsteller aus dem Palastfenster schmeißt und Menschen in Not dem Sturz in den Tod überlässt. Heutzutage braucht's die Charakteristik etwas drastischer, um die Wendung zum Guten deutlich zu machen. Der Film macht Laune, verbreitet positive Stimmung und schickt eine humanistische Message über die Leinwand. 

Eine frische, originelle Story, charmant erzählt, eigenwillige Helden, freche Dialoge und Slapstick im Minutentakt. Die Typen sind komisch, der Emperor ist optisch wie (in der englischen oder deutschen Synchronfassung) akustisch ein Hingucker. Damit hat Disney sein Primär-Ziel erreicht: zu unterhalten.

Wertung: 5 von 6 €uro
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