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Kinoplakat: Ein einfacher Plan
Böse geschrieben
Genau beobachtet
Titel Ein einfacher Plan
(A simple Plan)
Drehbuch Scott B. Smith
nach seinem eigenen Roman
Regie Sam Raimi, UK, Deutschland, Frankreich, USA, Japan 1998
Darsteller Bill Paxton, Bridget Fonda, Billy Bob Thornton, Brent Briscoe, Jack Walsh, Chelcie Ross, Becky Ann Baker, Gary Cole, Bob Davis, Peter Syvertsen, Tom Carey, John Paxton, Marie Mathay, Paul Magers, Joan Steffand u.a.
Genre Drama, Crime
Filmlänge 121 Minuten
Deutschlandstart
25. Februar 1999
Inhalt

Über vier Millionen Dollar. Gefunden in einem schneeverwehten Flugzeug, versteckt vom Wald, bewacht nur von einem Toten und ein paar fleddernden Krähen. Drogengeld, auf das nie jemand Anspruch erheben wird. Das glauben die Brüder Hank und Jacob und deren Freund Lou nach ihrem Fund.

Im Falle, dass niemand das Geld vermisst, möchten sie es im Frühling untereinander aufteilen. Der Polizei berichten sie lediglich, dass sie Flugzeuggeräusche gehört haben, aber nicht wissen, ob und wo möglicherweise ein Flugzeug abgestürzt sei.

Auf Drängen von Hanks schwangerer Ehefrau Sarah kehren Hank und Jacob am nächsten Tag zur Unglücksstelle zurück, um 500.000 Dollar dort zurückzulassen, da nach ihrer Logik niemand Fragen stellen wird, wenn wenigstens ein Teil des Geldes noch dort ist. Jacob, der Wache steht, als Hank das Geld im Flugzeug deponiert, wird dabei von Pederson, dem Friseur der Stadt, überrascht. in Panik schlägt Jacob ihn nieder. Hank erdrosselt Pederson dann lieber, um keinen Verdacht auf sich zu lenken; den Tod lässt er wie einen Unfall aussehen.

Durch Jacob erfährt Lou von diesem Mord und der will Hank damit erpressen. In einer durchzechten Nacht kommt es zum Streit zwischen den beiden, es fallen tödliche Schüsse. Mittlerweile trifft der vermeintliche FBI-Agent Baxter in der Kleinstadt ein, der von Hank zur Absturzstelle geführt werden möchte. Sarah hat mittlerweile aber herausgefunden, dass das FBI keinen Beamten mit diesem Namen führt und Baxter womöglich einer der Verbrecher ist, denen das Geld abhandengekommen ist. An der Absturzstelle kommt es zu einem Blutbad …

Was zu sagen wäre
Mehrere Jahre dauerte es, bis Scott B. Smith' Bestseller verfilmt wurde. Smith, der seinen eigenen Roman zu einem Drehbuch umschrieb, wurde mit einer Oscarnominierung für das beste Drehbuch belohnt. Billy Bob Thornton wurde ebenfalls für den Oscar vorgeschlagen, als bester Nebendarsteller.

Horrorspezialist Sam Raimi („Schneller als der Tod“ – 1995; „Armee der Finsternis“ – 1992; „Darkman“ – 1990; „Tanz der Teufel“ – 1981) mag auf den ersten Blick nicht wie der ideale Regisseur erscheinen, doch mit faszinierender Präzision, erstaunlicher Ökonomie und einem bestechenden Blick für Figuren gelingt ihm ein spannender Film, der die Vergleiche zu Fargo aushalten kann.

Eine Story von in sich zwingender Logik. Da rast ein D-Zug sehenden Auges gegen eine Wand und niemand kann ihn stoppen. Dazu präsentiert der Film ein Bouquet an Typen, die schlüssig sind, keine zurecht phantasierten Funktionsträger.

Wertung: 10 von 11 D-Mark
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