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Kinoplakat: Dr. Dolittle
Flatulenz-Humor
mit wenig Tiefe
Titel Dr. Dolittle
(Doctor Dolittle)
Drehbuch Nat Mauldin + Larry Levin
nach den Dr.-Dolittle-Geschichten von Hugh Lofting
Regie Betty Thomas, USA 1998
Darsteller Eddie Murphy, Ossie Davis, Oliver Platt, Peter Boyle, Richard Schiff, Kristen Wilson, Jeffrey Tambor, Kyla Pratt, Raven-Symoné, Steven Gilborn, Erik Dellums, June Christopher, Cherie Franklin, Mark Adair-Rios, Don Calfa u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 85 Minuten
Deutschlandstart
1. Oktober 1998
Inhalt
Dr. Dolittle wohnt in San Francisco. Eigentlich ist er ein ganz normaler Arzt der allgemeinen Medizin. Aber es gab da einen Vorfall in seiner Kindheit, der diesem Eigentlich dauernd im Wege steht.

Schon als kleiner Junge hatte er einen Hund. Na ja, und dieser Hund fing eines Tages an, ihn in hündische Begrüßungsrituale einzuweisen. Seinem Vater hatten die daraufhin regelmäßen Gespräche zwischen Klein-John und seinem Hund nie behagt, was dazu führte, dass seine besondere Gabe wieder verkümmerte.

Längst erwachsen scheint sein Talent vergessen. Bis er einen Hund anfährt. Plötzlich geht's wieder. So sehr sich der Doc auch wehrt … in der Folge kuriert er eine Eule, Ratten, Schafe, Hamster, Tauben und – zur Krönung – einen Tiger.

Sowas finden die jeweiligen Herrchen und Frauchen zwar klasse, Doc Dolittle selbst kann sich nicht so recht freuen, zumal ihn seine Gabe kurzzeitig sogar ins Sanatorium bringt. Außerdem bastelt er zur Zeit an einem für seine Karriere lukrativen Deal, gleichzeitig versucht er, sein Familienleben, was dauernd zu kurz kommt, zu retten.

Der gute Doc kommt gewaltig in die Bredouille …

Was zu sagen wäre
Die Remakewelle zahlt sich für Eddie Murphy (Metro – Verhandeln ist reine Nervensache – 1997; „Vampire in Brooklyn“ – 1995; „Boomerang“ – 1992; „Der Prinz aus Zamunda“ – 1988; „Auf der Suche nach dem goldenen Kind“ – 1986; Beverly Hills Cop – 1984; „Die Glücksritter“ – 1983; „Nur 48 Stunden“ – 1982) voll aus: Zuerst überwand er mit „Der verrückte Professor“ (1996) seine Karrieredurststrecke und jetzt legt er mit „Dr. Dolittle“ seinen zweitbesten Filmstart (nach Beverly Hills Cop II – 1987) überhaupt hin.

Mit dem phantasievollen Original-Musical von 1967 nach den Geschichten von Hugh Lofting verbinden die modernisierte Fassung zwar nur rudimentäre Plotmerkmale, dafür kann Murphy sich voll entfalten. Die geballte Präsenz niedlicher Vierbeiner führt allerdings dazu, dass sich die Autoren genüßlich den Fäkal- und Flatulenz-Humor hingeben, was dem Charme einer nachhaltigen Komödie im Weg steht. Was bleibt, ist ordentliche Unterhaltung für den Moment.

Wertung: 6 von 11 D-Mark
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