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Kinoplakat: Die neun Pforten
Erlesen fotografierter Grusel
in einer etwas wirren Geschichte
Titel Die neun Pforten
(The Ninth Gate)
Drehbuch John Brownjohn + Enrique Urbizu + Roman Polanski
nach dem Roman „El Club Dumas“ von Arturo Pérez-Reverte
Regie Roman Polanski, Spanien, Frankreich, USA 1999
Darsteller

Johnny Depp, Frank Langella, Lena Olin, Emmanuelle Seigner, Barbara Jefford, Jack Taylor, José López Rodero, Tony Amoni, James Russo, Willy Holt, Allen Garfield, Jacques Dacqmine, Joe Sheridan, Rebecca Pauly, Catherine Benguigui u.a.

Genre Drama, Mystery
Filmlänge 133 Minuten
Deutschlandstart
16. Dezember 1999
Inhalt

Dean Corso übt einen Beruf aus, der Fingerspitzengefühl, eine solide Allgemeinbildung, Nerven wie Drahtseile und Skrupellosigkeit verlangt: Corso arbeitet als Bücherjäger, der nach bibliophilen Kostbarkeiten sucht, die sich Antiquare oder reiche Sammler viel Geld kosten lassen.
Sein ausgezeichneter Ruf bringt ihm laufend lukrative Aufträge ein – auch von Boris Balkan, einem bekannten Buch-Liebhaber, der sich auf den Bereich der Dämonologie spezialisiert hat.

Corso soll für ihn die beiden letzten Exemplare des legendären satanischen Handbuchs „Die neun Pforten ins Reich der Schatten“ ausfindig machen und sie dann mit jenem angeblich einzigartigen Exemplar vergleichen, das sich in Balkans Besitz befindet. Um herauszufinden, welches der drei Bücher eine Fälschung ist, stellt Balkan Corso unbegrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung. Es ist ihm gleichgültig, wie Corso vorgeht, um die Authentizität der alten Bücher zu überprüfen. Hauptsache, seine Nachforschungen führen zum Erfolg.

Corso nimmt die Herausforderung an und reist von New York nach Toledo, von Paris nach Cintra. Dabei dringt er immer tiefer in ein Labyrinth ein, das gespickt ist mit Fallen und Versuchungen, mit mysteriösen Begegnungen, Gewalt und Tod. Verfolgt von einer mörderischen Furie, beschützt von einem engelsgleichen Wesen und geleitet von einer ihm unerklärlichen Kraft, gelingt es Corso, nicht nur die Rätsel des Buches nach und nach zu lösen. Bald erkennt er auch den wahren Grund für seine gefährliche Mission …

Was zu sagen wäre

Welcome back to Hell, Roman Polanski. Ein Horrorfilm ohne aus dem Regal springende Katzen. Ohne BUH!! Der Grusel baut sich langsam auf, beständig zieht er sich um den somnambul aufspielenden Johnny Depp (Angst und Schrecken in Las Vegas – 1998; „Donnie Brasco“ – 1997; „Dead Man“ – 1995; Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa – 1993; „Benny und Joon“ – 1993; „Arizona Dream“ – 1992) zusammen, dessen Buchspezialist Dean Corso über uralten Millionenwerten eine Zigarette nach der anderen raucht(?). Das erinnert schon der verwandten Thematik wegen in vielen Szenen an Polanskis Klassiker „Rosemaries Baby“ (1968).

Roman Polanski („Der Tod und das Mädchen“ – 1994; „Bitter Moon“ – 1992; „Frantic“ – 1988; Piraten – 1986; „Tess“ – 1979; Der Mieter – 1976; Chinatown – 1974; „Was?“ – 1972; „Macbeth“ – 1971; „Rosemaries Baby“ – 1968; „Tanz der Vampire“ – 1967; „Wenn Katelbach kommt …“ – 1966; Ekel – 1965) lässt seine Mär über Bücherfreunde und Dämonen erlesen fotografieren – darin ist er Spezialist; es gibt in diesen Bildern viel zu gucken. Allerdings hat sich mir das Ende des Films nicht erschlossen. Geht Corso nun in die Hölle, in den Himmel? Und wieso überhaupt? Wie passt das am Ende da alles zusammen – Sex vor brennender Burg, neunte Pforte, die Buchhändler in Spanien und whoooshhh? Wahrscheinlich sollte man sich die 133 Minuten einfach zweimal angucken.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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