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Kinoplakat: Die Maske
Gummigesicht Jim Carrey als Comic-Held.
Cameron Diaz als Emanzens Albtraum.
Titel Die Maske
(The Mask)
Drehbuch Michael Fallon + Mark Verheiden + Mike Werb
Regie Charles Russell, USA 1994
Darsteller

Jim Carrey, Peter Riegert, Cameron Diaz, Peter Greene, Amy Yasbeck, Richard Jeni, Orestes Matacena, Tim Bagley, Nancy Fish, Johnny Williams, Reg E. Cathey, Jim Doughan, Denis Forest, Joseph Alfieri, B.J. Barie u.a.

Genre Komödie, Fantasy
Filmlänge 101 Minuten
Deutschlandstart
24. November 1994
Inhalt

Stanley Ipkiss ist ein schüchterner Bankangestellter mit einer Vorliebe für Comics und Zeichentrickfilme. Außerdem ist er ein perfekter Unglücksrabe. Eines Tage fischt er eine geheimnisvolle Holzmaske aus dem Fluß, die ihn in ein komplett durchgeknalltes Superwesen verwandelt, das all die Charakterzüge aufweist, die ihm zu fehlen scheinen.

Etwa zur gleichen Zeit trifft er auch seine Traumfrau, die jedoch im Auftrag einer Gangsterbande die Bank ausspioniert. Stanley kann der Versuchung nicht widerstehen, ihr mittels der Maske näherzukommen. Doch das hat ganz ungeahnte Folgen …

Was zu sagen wäre

Bei solchen Filmen stoßen die allmächtigen Filmgewerkschaften an ihre Grenzen. Auf dem Plakat steht groß „Jim Carrey“ („Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv“ – 1994; Pink Cadillac – 1989). Jim Carrey tut sein Möglichstes, grimassiert, verrenkt sich, tobt herum, aber sein Gummigesicht wäre in diesem Film nichts ohne die von der George-Lucas-Firma ILM verantworteten digitalen Effekte; die „Maske“ ist ein eigener Akteur. Aber die SFX werden von der Schauspielergewerkschaft nun mal nicht vertreten. Genaugenommen ist „Die Maske“ kein Spielfilm, sondern ein Comic. 

Es gibt bei diesem Film noch einen zweiten Positiv-Faktor und es fällt mir schwer, als Mann des ausgehenden 20. Jahrhunderts das zu sagen: Cameron Diaz! Die Debütantin kann in diesem Film nicht zeigen, ob sie ihren Schauspielerinnen-Job beherrscht oder nicht; sie muss hübsch aussehen. Unfassbar sexy und als Albtraum aller emanzipatorischen Kräfte präsentiert sie sich hier. Aber das tut sie verdammt souverän. Ich falle drauf rein – freiwillig; im Kino.

Das Drehbuch ist … nun ja … überflüssig. „Die Maske“ treibt ihre Turbo-Späße, der Rest geht in Deckung. Das ist so in ungefähr das, was wir den Kindern auf dem Weg zum Bahnhof mitgeben. Denke ich an die Gewerkschaften, fällt mir auf, wie altmodisch die sind. Filme wie der vorliegende lassen sich gewerkschaftlich kaum mehr erfassen – Hauptsache, albern. Aber für albern gibt es noch keine Gewerkschaft.

Wertung: 5 von 10 D-Mark
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