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Kinoplakat: Die drei Musketiere
Pralles Abenteuer-Kintopp
fliegende Degen, flotte Sprüche
Titel Die drei Musketiere
(The Three Musketeers)
Drehbuch Alex Litvak + Andrew Davies
nach dem Roman Les Trois Mousquetaires von Alexandre Dumas
Regie Paul W.S. Anderson, Deutschland, Frankreich, UK, USA 2011
Darsteller Logan Lerman, Gabriella Wilde, Matthew Macfadyen, Milla Jovovich, Ray Stevenson, Luke Evans, Orlando Bloom, Mads Mikkelsen, Christoph Waltz, Freddie Fox, Carsten Norgaard, Helen George, Christian Oliver, Til Schweiger, Markus Brandl, Dexter Fletcher, Jane Perry, Andy Gathergood, Ben Moor u.a.
Genre Abenteuer
Filmlänge 110 Minuten
Deutschlandstart
1. September 2011
Inhalt

Der junge D'Artagnan will Musketier in Paris werden. Er kommt vom Land – aus der Cascogne – sein Vater hat ihn dort die Kunst des Fechtkampfes gelehrt. Kaum in Paris, ist er schnell in Händel mit drei Großmäulern verstrickt. D'Artagnan zuckt nicht einmal, als sich herausstellt, dass es sich bei den dreien um die legendären Musketiere Athos, Porthos und Aramis handelt. Es kommt dann aber auch nicht zum Kampf, denn plötzlich sind die vier von der königlichen Garde unter Kommando Rocheforts umzingelt. D'Artagnan stürzt sich begeistert in den Kampf und besiegt die Truppen fast im Alleingang.

Wegen der Niederlage seiner Garde veranlasst Kardinal Richelieu, der eigentliche Herrscher Frankreichs, den jungen König Louis, die Musketiere für eine Bestrafung zu sich rufen. Anstatt einer Bestrafung nimmt dieser aber D'Artagnan bei den Musketieren auf und belohnt alle vier, da er von ihrem Kampfgeist beeindruckt ist.

Die Spionin Milady De Winter, die vor einem Jahr die drei Musketiere an den Herzog von Buckingham verraten und ihnen die Pläne für ein Luftschiff entwendet hat, wechselt erneut die Seite. Nun arbeitet sie mit dem Kardinal daran, dass Buckingham Frankreich den Krieg erklärt, damit der Kardinal auch offiziell die Macht über Frankreich an sich reißen kann. Zu diesem Zweck entwendet sie die Juwelen der Königin und schiebt sie dem Herzog von Buckingham unter, damit König Louis glaubt, seine Frau habe eine Affäre mit Buckingham.

Die Musketiere bekommen durch Constance, eine Zofe der jungen Königin, in die sich D'Artagnan verliebt hat, den Auftrag der Königin vermittelt, die Juwelen aus London zurückzuholen. Zwar erwartet Milady De Winter sie dort bereits, ist aber nicht in der Lage, deren Plan zu vereiteln …

Was zu sagen wäre

„Einer für Alle. Alle für Einen!” Der Film enttäuscht meine Erwartungen an ein Mantel-und-Degen-Stück im 21. Jahrhundert nicht: Albern, überdreht und immer ein flotter Spruch. Die Fechtszenen machen Spaß, D'Artagnans Love Interest, Constance (Gabriella Wilde), ist reines Augenfutter.

Dass Orlando Bloom (Pirates of the Carribean – 2003; Der Herr der Ringe – 2001) jetzt schon in die Rolle des Schurken tritt, ist erstaunlich. Christoph Waltz als intriganter Richelieu ist ordentlich; er variiert seine Rolle aus Tarantinos Inglorious Bastards (2009) und freut sich augenscheinlich, für seine bunte Kostümrolle (als frisch gebackener Oscar-Preisträger) viel Geld zu bekommen.

Mit an Bord ist Milla Jovovich als Spionin und Attentäterin De Winter. Auch sie variiert eine Rolle – die der Alice aus den Resident Evil-Filmen. Das liegt auch daran, dass auch hier Paul W.S. Anderson die Regie führt – wie in den Resident Evil-Filmen; an manchen Stellen sieht „Drei Musketiere” so aus, als habe Anderson einfach nur die Kulissen umgerendert und die Kampfszenen seiner Milla dann wiederverwendet.

Augenfälliges Manko sind indes die CGIs. Wenn ganze Schlösser oder halb Paris im Rechner entehen, dann sind die Wände zu glatt und sauber. Da ist die nicht vorhandene Kulisse klar erkennbar. Aber das stört eher am Rande. Der Film ist auf Fortsetzungen angelegt. Da kann das Studio Babelsberg mit angeschlossenen FX-Schmieden dann zulegen.

Wertung: 6 von 7 €uro
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