Kinoplakat: Die Bestimmung – Alllegiant

Mehr Action,
sonst nix Neues

Titel Die Bestimmung – Allegiant
(The Divergent-Series: Allegiant)
Drehbuch Noah Oppenheim + Adam Cooper + Bill Collage
nach dem Roman „Allegiant“ von Veronica Roth
Regie Robert Schwentke, USA 2016
Darsteller
Shailene Woodley, Theo James, Naomi Watts, Octavia Spencer, Jeff Daniels, Zoë Kravitz, Ansel Elgort, Miles Teller, Keiynan Lonsdale, Daniel Dae Kim, Maggie Q, Bill Skarsgård, Jonny Weston, Nadia Hilker, Andy Bean u.a.
Genre Abenteuer, Fantasy
Filmlänge 120 Minuten
Deutschlandstart
17. März 2016
Website TheDivergentSeries/#allegiant
Inhalt

Nachdem die Bürger von Chicago die Wahrheit über das Fraktionssystem erfahren haben, marschieren sie auf das Tor zu, das sie in die Welt hinter dem Zaun bringt. Evelyn, die Führerin der Fraktionslosen, lässt das Tor sperren, da sie nicht die Absichten der Gründer kennt, weshalb sie die Stadt verlassen sollen. In der Unterkunft der Fraktionslosen wird vor sämtlichen Bürgern Verbündeten von Jeanine der Prozess gemacht, bei dem viele sterben.

Johanna ist nicht zufrieden über das Vorgehen von Evelyn und stellt sich mit einigen Ferox gegen sie. Da Tris und Four hinter den Zaun wollen und Calebs Prozess für den nächsten Tag angesetzt ist, befreit ihn Four aus seiner Zelle. Danach brechen Tris, Four, Caleb, Christina, Peter und Tori zum Zaun auf. Die Gruppe wird dabei von Edgar und einigen Gefolgsleuten Evelyns verfolgt, sie schaffen es aber trotzdem über den Zaun.

In der Welt hinter dem Zaun gelangen sie in die Randwüste, die durch den Krieg radioaktiv verseucht ist. Die Gruppe wird zwar weiterhin von Edgar verfolgt, kann sich aber an einer Tarnbarriere, die beide Welten voneinander trennt, in Sicherheit bringen. Tris & Co. werden daraufhin in das Amt für genetische Sozialwesen gebracht.

Dort erfahren sie, dass Chicago Teil eines Experiments sei, in dem es um die Reinigung des menschlichen Genoms geht. Dieses Experiment wird von dem Amt streng überwacht. Tris trifft sich mit dem Leiter des Amts, Director David. Er teilt ihr mit, dass sie die einzige Person sei, die genetisch rein sei und alle anderen Bewohner Chicagos defekt seien. David will mit Tris herausfinden, warum sie rein ist und will daraufhin den Rat in Providence darüber informieren.

Außerdem erfährt Tris, dass ihre Mutter an diesem Ort aufgewachsen ist und dass sie sich freiwillig dem Experiment in Chicago angeschlossen hatte. Durch diese Information vertraut Tris David. Derweil wird Four Nita zugeteilt, die ihn für Aufträge in der Randwüste vorbereitet, um dort Kinder zu retten. Christina wird auch diesem Dienst zugeteilt. Caleb und Peter müssen in den Überwachungsdienst, um dort die Ereignisse in Chicago zu überwachen.

In Chicago rüstet sich Evelyn gegen die Gruppe von Johanna, „den Getreuen“ (Allegiant). Evelyn lässt Gefolgsleute von Johanna töten und diese erklärt ihr darauf den Krieg …

Was zu sagen wäre

Dieser dritte Teil der Serie ist actionlastiger, was der ermüdenden Erkenne-Dich-selbst-Moral aus den Vorgängerfilmen nur gut tut. Aber der Rest ist Wiedergekautes. Die Welt außerhalb Chicagos ist atomar verseucht – irgendwie.

Aber es gibt moderne High-Tech-Inseln, in denen sich eine neue Gesellschaft gebildet hat, deren Herrschende in Elfenbeintürmen freundlich lächeln und „Vertraue mir“ sagen, während alle anderen in schmierigen, fensterlosen Massenunterkünften aus Stahlgittern und Beton niedere Arbeiten ausführen und Kinder aus den rasioaktiven Zonen „retten“ sollen – zum Wohle aller, zur Rettung der Welt. Die Wendungen in diesem Film sind so vorhersehbar, wie sie langsam erzählt sind, sodass die Sehgewohnmheit des durchschnittlichen Teenagers (Hauptzielgruppe), der es gewöhnt ist, dass pro Folge „Game of Thrones“ das Böse dreimal die Seite wechselt, komplett unterbeansprucht wird.

Als Jeff Daniels (Der Marsianer – 2015; Steve Jobs – 2015; Looper – 2012; State of Play – Stand der Dinge – 2009; „Good Night, and Good Luck.“ – 2005; Pleasantville – 1998; 101 Dalmatiner – 1996; 2 Tage in L.A. – 1996; Speed – 1994) das erste Mal als „David“ freundlich lächelnd Tris in seinem lichtdurchfluteten Glaspalast empfängt, zu dem Four kein Zutritt gewährtt wird, ist schon klar, wie der Hase laufen wird. Und so läuft er dann auch. Damit das dann insgesamt zwei Filmstunden füllt, geht die Streiterei zweier energischer Frauen in Chicago in einen Bürgerkrieg über, ausgeführt von schreienden Horden, die offenbar keinem klaren Gedanken zuzuleiten sind.

Die Bilder – zu schätzungsweise 95 Prozent Schauspieler vor GreenScreen, in die passable Landschaften designt worden sind – sind nett anzuschauen, die Action ordentlich, die Schauspieler ohne Kunst. Schade einzig um Shailene Woodley (Das Schicksal ist ein mieser Verräter – 2014; Wie ein weißer Vogel im Schneesturm – 2014; The Spectacular Now – 2013; The Descendants – 2011), die zwar wieder tut, was sie kann, um der Leere ihrer Rolle zu begegnen, aber weit unter Wert verkauft wird. Offensichtlich hat sie die Konsequenzen gezogen (s.u.) und das Projekt verlassen.

Wertung: 2 von 8 €uro