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Plakatmotiv: Der Mann ohne Nerven
Actionvehikel ohne tieferen Sinn
Titel Der Mann ohne Nerven
(Breakout)
Drehbuch Howard B. Kreitsek + Marc Norman + Elliott Baker
inspiriert durch das Buch „The 10-Second Jailbreak. The Helicopter Escape of Joel David Kaplan“ von Warren Hinckle + William Turner + Eliot Asinof
Regie Tom Gries, USA 1975
Darsteller Charles Bronson, Robert Duvall, Jill Ireland, Randy Quaid, Sheree North, Jorge Moreno, Emilio Fernández, Paul Mantee, Alan Vint, Alejandro Rey, William B. White, Roy Jenson, Sidney Clute, Chalo González, Antonio Tarruella u.a.
Genre Action, Abenteuer
Filmlänge 96 Minuten
Deutschlandstart
7. März 1975
Inhalt

Jay Wagner ist aufgrund einer Intrige seines Großvaters als Mörder zu 28 Jahren Zuchthaus in Mexiko verurteilt worden. Wagners Frau Lilli vertraut dem Großvater ahnungslos an, dass sie Nick Colton angeheuert hat, um ihren Mann zu befreien.

Plakatmotiv: Der Mann ohne NervenAls der erste Fluchtversuch misslingt, vermutet Nick Verrat und sorgt dafür, dass die neuen Pläne geheim bleiben. Schrittweise entfaltet sich aus dem Plan zu Befreiung Wagners eine einzigartige Serie von Abenteuern und unglaublichen Ereignissen …

Was zu sagen wäre

Eine Mischung aus ein bisschen Action und ein bisschen Abenteuer unter mexikanischer Sonne. Jahrmarktskino – wenig Story, viel Attraktion, ein tragisches Schicksal und ein kantiger Held. Charles Bronson gibt klassisch den Kerl, der niemals aufgibt („Ein stahlharter Mann“ – 1975; „Ein Mann sieht rot“ – 1974; „Kalter Hauch“ – 1972; Die Valachi-Papiere – 1972; „Chatos Land“ – 1972; Spiel mir das Lied vom Tod – 1968; Das dreckige Dutzend – 1963; Die glorreichen Sieben – 1960) mit dem Herzen am rechten Fleck und lockeren Sprüchen, die in der deutschen Synchro durch Wolfgang Hess einen leichten Bud-Spencer-Touch bekommen: „Mädchen, ich kann mit einem Jumbo Jet auf einem Vierteldollar landen!“

Der Film will ein bisschen Spaß machen und keine Filmpreise einheimsen. „Vergewaltige mich. Ich werde Dir helfen.“ „Ach, Du liebes bisschen!“, stöhnt der kantige Colton. Wenn sie zur entscheidenen Befreiungsaktion starten, geizt der Film nicht mit Aufwand: Da fliegen dann auf der Cinemascope-Leinwand Kleinflugzeug, Heli und ein himmelblaues Cabrio mit Haifischflossen durch die Wüste an der mexikanischen Grenze. John Huston als böser Mann im Hintergrund ist rau, kalt und so sehr im Hintergrund, dass er ab der Hälfte des Films einfach gar nicht mehr auftaucht, so wie auch der ein oder andere handlungsfaden im Norgendwo diffundiert. Hustons Geschäftspartner, Vertreter eines „Syndikats“ wird dann standesgemäß vom Propeller eines Passagierflugzeugs auf der Startbahn zerfleddert. Darüberhinaus gibt der Film sich keine große Mühe, seinen Hang zum schnellen BoxOffice zu verbergen – ebenso wenig, wie die Scheinwerfer für die Kamera, die sich dauernd in glänzenden Oberflächen spiegeln.

Wertung: 3 von 8 D-Mark
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