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Kinoplakat: Der Mann im Hintergrund
Ein solider Cop-Thriller
Ein belangloser Ridley-Scott-Film
Titel Der Mann im Hintergrund
(Someone to watch over me)
Drehbuch Howard Franklin + Danilo Bach + David Seltzer
Regie Ridley Scott, USA 1987
Darsteller Tom Berenger, Mimi Rogers, Lorraine Bracco, Jerry Orbach, John Rubinstein, Andreas Katsulas, Tony DiBenedetto, James E. Moriarty, Mark Moses, Daniel Hugh Kelly, Harley Cross, Joanne Baron u.a.
Genre Thriller
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
28. April 1988
Inhalt

Der New Yorker Polizist Mike Keegan ist zum Detective befördert und in das feine Viertel um die 5th Avenue versetzt worden. Gleich sein erster Auftrag ist der eines „Babysitters”. Keegan soll Claire schützen.
Die vermögende Claire Gregory hatte eine Party besucht und zufällig gesehen, wie Joey Venza einen Mann ermordet. Venza wurde daraufhin verhaftet und von Claire als Mörder identifiziert.

Kinoplakat: Der Mann im HintergrundWegen eines Formfehlers der Polizei wurde Venza aber wieder freigelassen. Claire wurde also unter Polizeischutz gestellt und so kam Mike Keegan ins Spiel. Die Polizei hofft, dass der Mörder versuchen wird, Claire ebenfalls zu töten, um ihn dabei zu fassen. Aber Mike und Claire verlieben sich ineinander.

Keegan gefährdet seine Ehe mit Ellie und außerdem seinen Auftrag …

Was zu sagen wäre
„Ein klassischer Thriller”, steht schon auf dem Filmplakat. Stimmt! Mehr nicht. Schade – für einen Ridley-Scott-Film.

Der Film besticht vor allem durch seine Lichtsetzung, die Fans von Ridley Scott schon aus seinen früheren Filmen kennen: immer etwas dunstig im Gegenlicht. Außerdem ist „Someone to watch over me” einer der wenigen Polizeifilme, in denen der Held nicht seit langem geschieden ist.

Aber wenn wir Scotts frühere Filme erwähnen: So ein echter Brecher ist der Film nicht. Er liefert solide Spannung, gutes Drama. Aber natürlich misst sich Scotts Arbeit an seinen epochalen Klassikern aus den Anfängen seiner Kinokarriere, „Alien” (UK/USA 1979) und „Blade Runner” (USA 1982). Diese Filme überdauern die Moden. „Someone to watch over me” ist im Strudel des jährlichen Filmausstoßes irgendwann just another Ridley-Scott-Pic.

Mit ein Grund für die mangelnde Resonanz der Scott-Fans ist Tom Berenger, der in den 1980er-Jahren versuchte, eine Karriere als Actionheld in Filmen zu starten, für die nur comichafte Muskelmänner wie Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Dolph Lundgren in Frage kamen. Und als Actionheld mit Hirn unterlag er Actionhelden mit Witz, die in der Zeit an den Start gingen - Bruce Willis etwa mit Stirb Langsam oder Mel Gibson mit den „Lethal-Weapon”-Filmen.
Wertung: 5 von 10 D-Mark
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