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Kinoplakat: Der Guru
Eine glanzlose Posse
ohne Witz und Esprit
Titel Der Guru
(Holy Man)
Drehbuch Tom Schulman
Regie Stephen Herek, USA 1998
Darsteller Eddie Murphy, Jeff Goldblum, Kelly Preston, Robert Loggia, Jon Cryer, Eric McCormack, Sam Kitchin, Robert Small, Marc Macaulay, Mary Stout, Edie McClurg, Kim Staunton, Morgan Fairchild, Betty White, Florence Henderson u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 114 Minuten
Deutschlandstart
3. Juni 1999
Inhalt

Ricky Hayman, Programmchef des Teleshopping-Senders „Good Buy Shopping Network“ (GBSN), steht das Wasser bis zum Hals: Binnen zwei Wochen soll er die Einnahme-Bilanz um mindestens sechs Prozent anheben, sonst droht die Kündigung. Ein Geschenk des Himmels ist deshalb der obdachlose G, ein exzentrischer Teilzeitphilosoph, den Ricky und seine Kollegin Kate zufällig kennenlernen.

Der Programmchef nimmt den abgedrehten Guru bei sich auf und verhilft ihm zu einer eigenen Sendung – dem „G-Spot“. Und obwohl G gegen alle televisionären Verhaltensgesetze verstößt, kauft das Publikum wie nie zuvor.

McBainbridge, Chef des TV-Senders, der jemand starken an seine Seite haben will, hatte Ricky eigentlich schon abserviert und mit dem Werbeagenten Scott Hawkes verhandelt, damit der Rickys Job übernimmt. Nun steigen aber die Quoten, die Menschen lieben G, und das gefällt Hawkes nicht. Er setzt alles daran, G zu sabotieren, präsentiert sogar eine angeblich von G sitzen gelassene Ehefrau mit Kind.

Die Verkaufsshow im TV wird fortgesetzt, und G lässt die Puppen tanzen. Er kann sogar das verkaufen, was eigentlich niemand haben will. Die Menschen kaufen alles was er anbietet. Das gefällt McBainbridge und er befiehlt Ricky, G unter Vertrag zu nehmen.

Aber allmählich bekommen er und Kate Gewissensbisse, weil G von ihnen und dem TV-Sender ausgenutzt wird; Kate zerstreitet sich sogar mit Ricky und geht. und auch G bemerkt, dass Kaufen und Verkaufen nicht alles ist …

Was zu sagen wäre

In einen Film mit Eddie Murphy (Dr. Dolittle – 1998; Metro – Verhandeln ist reine Nervensache – 1997) zu gehen, hatte einst viel mit Vorfreude zu tun. Murphys Filme waren saukomisch, glühten zu ihrer Zeit vor politischen Unkorrektheiten und spannend waren sie auch („Der Prinz aus Zamunda“ – 1988; Beverly Hills Cop – 1984; „Die Glücksritter“ – 1983; „Nur 48 Stunden“ – 1982). Das ist lange her.

Stephen Herek (101 Dalmatiner – 1996; Mr. Holland's Opus – 1995; „Die drei Musketiere“ – 1993; Mighty Ducks – Das Superteam – 1992; „Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit“ – 1989; „Critters - Sie sind da!“ – 1986) hat mit dem „Guru“ eine harmlose Komödie abgeliefert, die etwas Medienkritik versucht, daran scheitert (weil über die bösen Medien offensichtlich alles schon lange gesagt worden ist und in einer Komödie nicht nochmal aufgewärmt werden muss) und dann eine Liebesgeschichte darüber gießt, die ermüdend überaschungslos ist.

Wertung: 2 von 11 D-Mark
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