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Kinoplakat: Der Gejagte
Ein intensives Drama
in schweren Bildern
Titel Der Gejagte
(Affliction)
Drehbuch Paul Schrader
nach einem Roman von Russell Banks
Regie Paul Schrader, USA, Kanada 1997
Darsteller Nick Nolte, Sissy Spacek, James Coburn, Mary Beth Hurt, Willem Dafoe, Brigid Tierney, Holmes Osborne, Jim True-Frost, Tim Post, Christopher Heyerdahl, Marian Seldes, Janine Theriault, Paul Stewart, Wayne Robson, Sean McCann, Sheena Larkin, Penny Mancuso u.a.
Genre Drama
Filmlänge 114 Minuten
Deutschlandstart
12. Februar 1998
Inhalt
Wade Whitehouse, Sheriff im Städtchen Lawford (New Hampshire) ist einsam geworden. nach der Trennung von seiner Ehefrau Lillian hat er sich von seiner Tochter Jill entfremdet, ein gespaltenes Verhältnis zu seinem herrschsüchtigen Vater; zu seinen Geschwistern, die von Lawford weggezogen sind, hat er nur sporadischen Kontakt.

Sein Arbeitgeber, der korrupte Stadtrat Gordon LaRiviere, hat Whitehouse in der Hand hat, kann ihn jederzeit fallen lassen. Whitehouse trinkt mehr als ihm gut tut, was ihn bisweilen ausfällig werden lässt. Nur mit Kellnerin Margie hat er sowas wie eine von Wärme geprägte Beziehung.

Als ein Gewerkschafter, der eine wichtige Funktion in einem überregionalen Korruptionsprozess innehatte, bei einem Jagdunfall ums Leben kommt, steigert Wade sich in die Vorstellung hinein, Jagdführer Jack hätte diesen auf einen Auftrag hin ermordet …

Was zu sagen wäre
Paul Schraders Drama zeigt das Scheitern des amerikanischen Traumes und die Explosion alltäglicher Gewalt. Der Film ist eine hochwertige und intelligente wie feinfühlige Charakterstudie einer Vater-Sohn-Beziehung und schafft damit eine ernsthafte Reflexion über männliche Gewalttätigkeit und über die Macht von sich über Generationen wiederholenden Verhaltensmustern.

Paul Schrader erzählt diese Geschichte einer grenzenlosen Einsamkeit in schweren, dunklen Bildern, die auch die innere Verfassung der Hauptfigur reflektieren: Depression und Aggression. Ein Film, der einen nicht in Ruhe lässt.

Nick Nolte als gedemütigter Außenseiter spielt die Rolle seines Lebens und wurde hierfür für einen Oscar nominiert (U-Turn – Kein Weg zurück – 1997; Freeze – Albtraum Nachtwache – 1997; The Player – 1992; Herr der Gezeiten – 1991; Kap der Angst – 1991; „Tödliche Fragen“ – 1990; „Zoff in Beverly Hills“ – 1986; „Unter Feuer“ – 1983; Nur 48 Stunden – 1982; „Die Bullen von Dallas“ – 1979; „Dreckige Hunde“ – 1978; „Die Tiefe“ – 1977). James Coburn erhielt den Oscar – als Bester Nebendarsteller.

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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