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Kinoplakat: Deep Impact
Action erwartet
Drama bekommen
Titel Deep Impact
(Deep Impact)
Drehbuch Bruce Joel Rubin + Michael Tolkin
Regie Mimi Leder, USA 1998
Darsteller Téa Leoni, Robert Duvall, Elijah Wood, Vanessa Redgrave, Morgan Freeman, Maximilian Schell, James Cromwell, Ron Eldard, Jon Favreau, Laura Innes, Mary McCormack, Richard Schiff, Leelee Sobieski, Blair Underwood u.a.
Genre Drama, Abenteuer
Filmlänge 120 Minuten
Deutschlandstart
14. Mai 1998
Inhalt

Ein Junge fotografiert den Nachthimmel, ein Astronom erforscht den Weltraum auf dem Gipfel eines Berges. Beide machen eine Entdeckung, die die Welt aus den Fugen hebt: Ein riesiger Komet befindet sich auf Kollisionskurs mit der Erde.

Kinoplakat: Deep ImpactRegierungen, Wissenschaftler und Militärs starten zwei groß angelegte Rettungsoperationen: eine Weltraummission mit dem Ziel, den Kometen von seiner Bahn abzubringen und – falls diese Mission keinen Erfolg bringt – ein Bunker, in dem zwei Millionen Menschen Platz finden sollen.

Der Countdown läuft. Bis zum Deep Impact, dem Zusammenstoß …

Was zu sagen wäre

Ein interessantes Experiment. Mimi Leder (Projekt: Peacemaker – 1997) inszeniert einen Film über einen Meteoritenaufprall auf der Erde und schafft es, in den ersten beiden Dritteln des Films die Action wegzulassen. Sie konzentriert sich auf das Menschelnde. Da sprießt bisweilen ein bisschen Soap-Dramaturgie durch die Drehbuchseiten, aber durch den guten Cast – Téa Leoni („Flirting with Disaster – Ein Unheil kommt selten allein“ – 1996; Bad Boys – Harte Jungs – 1995), Robert Duvall (Gingerbread Man – 1998; Phenomenon – 1996; „Schlagzeilen“ – 1994; Falling Down – 1993; Tage des Donners – 1990; Der Unbeugsame – 1984; Apocalypse Now – 1979; Der Adler ist gelandet – 1976; Network – 1976; Der Pate 2 – 1974; Sinola – 1972; Der Pate – 1972; THX 1138 – 1971; „M.A.S.H.“ – 1970; Bullitt – 1968), Maximilian Schell (John Carpenter‘s Vampires – 1998; „Kalmans Geheimnis“ – 1998; „Topkapi“ – 1964; „Urteil von Nürnberg“ – 1991) werden die meisten Schwächen überspielt.

Der Meteoriteneinschlag gerät zum großen menschlichen Drama – und Morgan Freeman (Denn zum Küssen sind sie da – 1997; Amistad – 1997; Sieben – 1995; Outbreak – Lautlose Killer – 1995) spielt einen schwarzen US-Präsidenten zehn Jahre, bevor Barack Obama in dieses Amt kommt.

Dieser Weltuntergang für die gebildeten Stände verhält sich zu seinem Kontrahenten Armageddon (1998) in etwa so wie Contact (1997) zu Independence Day (1996). Erwartungsfrohe Actionfans werden vom wort- und gefühlslastigen Script auf manche Geduldsprobe gestellt, doch hält spätestens der finale Big Bang, was die Werbekampagne verspricht.

Mimi Leders Film wurde produziert von Robert Zanuck und David Brown (Der weiße Hai – 1975; Der Clou – 1973)

Wertung: 8 von 11 D-Mark
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