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Kinoplakat: Das Urteil
Großartige Schauspieler
in zynischem Märchen
Titel Das Urteil
(Runaway Jury)
Drehbuch Brian Koppelman
nach einem Roman von John Grisham
Regie Gary Fleder, USA 2003
Darsteller John Cusack, Gene Hackman, Dustin Hoffman, Rachel Weisz, Bruce Davison, Bruce McGill, Jeremy Piven, Nick Searcy, Stanley Anderson, Cliff Curtis, Nestor Serrano, Leland Orser, Jennifer Beals, Gerry Bamman, Joanna Going u.a.
Genre Drama
Filmlänge 127 Minuten
Deutschlandstart
29. April 2004
Inhalt

New Orleans, kurz vor Beginn eines spektakulären Prozesses. Ein Waffenkonzern hat den skrupellosen Jury-Berater Rankin Fitch engagiert, um die Schadensersatz-Klage einer Witwe abzuwenden, deren Mann bei einem Attentat erschossen wurde. Ein Präzedenzfall mit möglichen Milliardenverlusten für die Waffenindustrie droht, wenn es nicht gelingt, die Geschworenen zu einem Freispruch zu bewegen.

Fitchs Gegenspieler, der moralisch integre Wendall Rohr als Anwalt der Klägerin, hält nichts von Überwachung und Einschüchterung der Geschworenen.

Im Zentrum des Intrigenspiels steht schon bald der schwer zu durchschauende Nick Easter, Mitglied der Geschworenen-Jury mit ganz eigenen Plänen in diesem explosiven Prozess, sowie die geheimnisvolle, attraktive Marlee, die außerhalb des Gerichts sowohl der einen als auch der anderen Seite anbietet, die Jury-Entscheidung gegen einen Millionenbetrag in deren Sinne kaufen zu können …

Was zu sagen wäre

Die Verfilmung eines der älteren John-Grisham-Romane. Im Film wurde aus der Tabakindustrie die Waffenindustrie, was die Geschichte etwas moralisch macht.

Der Film lebt von seinen Schauspielern. John Cusack verlässt sein All-American-Nice-Guy-Image und gibt wunderbar den Undurchschaubaren, Gene Hackman (Die Royal Tenenbaums – 2001; Der Staatsfeind Nr. 1 – 1998; Absolute Power – 1997; The Birdcage – 1996; Crimson Tide – 1995; Erbarmungslos – 1992; „Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses“ – 1988; Superman – 1978; „French Connection II“ – 1975; „Der Dialog“ – 1974; Die Höllenfahrt der Poseidon – 1972; „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ – 1971), der zum dritten Mal bei John Grisham auftaucht (nach „Die Firma“ und Die Kammer) ist als Fiesling sowieso unübertroffen und Dustin Hoffman ergänzt mit kleinen, feinen Szenen (Moonlight Mile – 2002; Sphere – Die Macht aus dem All – 1998; Wag the Dog – 1997; Mad City – 1997; American Buffalo – 1996; Sleepers – 1996; Outbreak – Lautlose Killer – 1995; Hook – 1991; Dick Tracy – 1990; Family Business – 1989; „Rain Man“ – 1988; Tootsie – 1982; Kramer gegen Kramer – 1979; Der Marathon-Mann – 1976; Die Unbestechlichen – 1976; Papillon – 1973; Wer Gewalt sät – 1971; Little Big Man – 1970; Die Reifeprüfung – 1967). Seine Szene mit Hackman auf der Herrentoilette möchte man gerne nochmal im Original sehen. Die deutsche Synchronfassung dieses Treffen der Schauspiel-Kolosse bleibt oberflächlich.

Die Story ist ordentlich verwinkelt, die Schausplätze wunderbar ausgeleuchtet und die Nebenrollen ordentlich besetzt.

Es gibt nichts auszusetzen!

Wertung: 5 von 6 €uro
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