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Kinoplakat: Das Mercury Puzzle
Ein ganz spannender Thriller,
aber arg hinkonstruiert
Titel Das Mercury Puzzle
(Mercury Rising)
Drehbuch Lawrence Konner + Mark Rosenthal
nach dem Roman „Simple Simon” von Ryne Douglas Pearson
Regie Harold Becker, USA 1998
Darsteller

Bruce Willis, Alec Baldwin, Miko Hughes, Chi McBride, Kim Dickens, Robert Stanton, Bodhi Elfman, Carrie Preston, Lindsey Ginter, Peter Stormare, Kevin Conway, John Carroll Lynch, Kelley Hazen, John Doman, Richard Riehle u.a.

Genre Thriller
Filmlänge 111 Minuten
Deutschlandstart
28. Mai 1998
Inhalt
Art Jeffries, ein desillusionierter, ausgestoßener FBI-Agent, ist nicht zu beneiden. Er ist der einzige, der den verwaisten, neun Jahre alten autistischen Simon beschützen kann, als dieser zur Zielscheibe von Mördern wird. Der Knirps hat versehentlich einen streng geheimen militärischen Regierungscode dechiffriert. Leutnant Kolonel Nicholas Kudrow ist der Nationale Sicherheitsagent, dessen Aufgabe es ist, die undichte Stelle, die es ermöglichte, diesen Code zu knacken, ausfindig zu machen.

Das Wunderkind benötigt also offensichtlich Schutz. Jeffries soll den liefern. Und bekommt damit ein Riesenproblem. Der junge Autist ist nicht eben wie andere Kinder seines Alters …

Was zu sagen wäre

Netter Versuch, liebe Thriller-Autoren. Aber dann doch arg konstruiert. Der FBI-Agent ist „desillusioniert“, „vom Leben gebeutelt“, „zynisch“. Den spielt Bruce Willis („Der Schakal“ – 1997; Das fünfte Element – 1997; 12 Monkeys – 1995; Pulp Fiction – 1994; „Last Boy Scout“ – 1991; Stirb langsam – 1988) und klar, das ist er am Ende alles nicht mehr – oder nicht mehr so sehr. Dafür sorgt … ein Kind, ein kleiner Junge, Autist, Waise, unschuldig.

Und den Schurken gibt Alec Baldwin (Auf Messers Schneide – Rivalen am Abgrund – 1997; Das Attentat – 1996; Nicht schuldig – 1996; Shadow und der Fluch des Khan – 1994; Malice – Eine Intrige – 1993), der in die Rolle des aalglatten Schurken mit akademischem Abschluss geboren scheint. Er befehligt Agenten im Anzug, die ohne zu zögern harmlose, unbewaffnete Menschen in deren Wohnzimmer erschießen.

Das Offensichtliche nervt. Aber ohne all das, wenn man – sagen wir, es ist ein ganz später Donnerstagabend – beim Zappen durch die Programme über diesen Film stolpert und man auch schon zwei, drei Glas Wein getrunken hat, dann ist der Film wegen seiner Montage und der knackigen Bilder ganz schön. Das reine Handwerk beherrscht Regisseur Harold Becker (City Hall – 1996; Malice – Eine Intrige – 1993; Sea of Love – Melodie des Todes – 1993) ja im Schlaf – notfalls auch ohne Drehbuch.

Wertung: 5 von 11 D-Mark
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