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Kinoplakat: Das Glücksprinzip
Schöner Bauchfilm
Kitschiger Kopffilm
Titel Das Glücksprinzip
(Pay It Forward)
Drehbuch Leslie Dixon
nach einem Roman von Catherine Ryan Hyde
Regie Mimi Leder, USA 2000
Darsteller Kevin Spacey, Helen Hunt, Haley Joel Osment, Jay Mohr, Jim Caviezel, Jon Bon Jovi, Angie Dickinson, David Ramsey, Gary Werntz, Colleen Flynn, Marc Donato, Kathleen Wilhoite, Liza Snyder, Jeannetta Arnette, Hannah Leder u.a.
Genre Drama
Filmlänge 123 Minuten
Deutschlandstart
5. April 2001
Inhalt
Trevor hat einen neuen Sozialkunde-Lehrer. Eugene Simonet gibt ihm und den Mitschülern die aufgabe, sich etwas auszudenken, was die Welt verbessern werde.

Trevor erfindet das Prinzip „Weitergeben“. Jeder soll drei anderen Menschen etwas Gutes tun. Diese geben den Gefallen nicht zurück, sondern helfen ihrerseits jeweils drei anderen Menschen. So breiten sich die guten Taten nach dem Schneeballsystem immer weiter aus.

Trevors drei Probanden sind Mr. Simonet, der Sozialkundelehrer, den er mit seiner Mutter Arlene verkuppeln will, ein Drogensüchtiger, dem er eine Nacht Unterschlupf bietet und sein Mitschüler Adam, dem er bei einer Prügelei beistehen will – dieser dritte Versuch scheitert, Trevor bringt nicht den nötigen Mut auf. Auch die ersten beiden Unterfangen scheinen keine Früchte zu tragen, Trevor sieht seine Idee zur Verbesserung der Welt als gescheitert an.

In Wirklichkeit hat sich die Idee allerdings zu verbreiten begonnen, denn die Empfänger von Trevors Wohltaten haben unterdessen ihrerseits das Versprechen eingehalten, selbst etwas Aufopferungsvolles für drei ihrer Mitmenschen zu tun, bis schließlich ein Reporter auf dieses Schneeballsystem des Glücks aufmerksam wird …

Was zu sagen wäre

Ein Film über das Gute im Menschen, das an das Gute im Menschen appelliert. Mit Oscar-reifer Besetzung: Kevin Spacey (American Beauty – 1999), Haley Joel Osment (The Sixth Sense – 1999) und Helen Hunt (Verschollen – 2000; Besser gehts nicht – 1997) hat Mimi Leder (Deep Impact – 1998; Projekt: Peacemaker – 1997) eine Goodwill-Geschichte in der Tradition eines Frank Capra verfilmt, die es so im Kino lange nicht mehr gegeben hat.

Das Goodwill-Kino wirkt etwas bemüht in seiner krampfhaft guten Absicht, die mit glorifizierten Figuren bevölkert ist. Wenn man sich einfach fallen lässt und guckt, ist der Film ganz schön; fängt man aber an nachzudenken, fehlt die nötige Balance zwischen Kitsch und Glanz.

Wertung: 7 von 11 D-Mark
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