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Kinoplakat: Chinese Box
Klassisches Melodram vor
politisch-exotischer Kulisse
Titel Chinese Box
(Chinese Box)
Drehbuch Jean-Claude Carrière + Larry Gross + Paul Theroux + Wayne Wang
mit Figuren (Jean) aus Rachel Ingalls „Last Act: The Madhouse”
Regie Wayne Wang, Frankreich, Japan, USA 1997
Darsteller Jeremy Irons, Gong Li, Maggie Cheung, Michael Hui, Rubén Blades, Jared Harris, Chaplin Chang, Noel Rands, Emma Lucia, Ken Bennett u.a.
Genre Drama
Filmlänge 99 Minuten
Deutschlandstart
2. Juli 1998
Inhalt

Der an Leukämie erkrankte Journalist John lebt schon 20 Jahre in Hongkong und verzehrt sich nach der aus China stammenden Barkeeperin und Ex-Nutte Vivian. Vivian allerdings ist mit einem reichen Geschäftsmann liiert.

Die herb-verletzliche Hongkongerin Jean eröffnet John schließlich einen neuen Blick auf die gesellschaftlich brodelnde Stadt kurz vor der Übergabe an China …

Was zu sagen wäre

In dem als klassisches Melodram angelegten Film dient die Love-Story als Vehikel, um die gegensätzlichen Strömungen im Hongkong vor und kurz nach der Übergabe an China deutlich zu machen. Hochkarätig ist die Mannschaft vor – Jeremy Irons (Stirb Langsam 3 – 1995; „Das Geisterhaus” – 1993), Maggie Cheung als Jean und Li Gong als Vivian – und hinter der Kamera – Wayne Wang („Smoke” – 1995; „Töchter des Himmels” – 1993) – und es ist die Starbesetzung, die über die manchmal etwas bedeutungsschwangere Symbolik hinweg hilft.

Die Hektik des Schauplatzes Hongkong symbolisiert die freilaufende Kamera, die dokumentarisch anmutende Wackelbilder produziert. Das erinnert in seiner Machart an Godarts „Außer Atem” (Frankreich 1960), ist nur heute nicht mehr modern sondern rückwärts gewandt.

Insgesamt ein zäher Film.

Wertung: 7 von 11 D-Mark
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