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Kinoplakat: Bulworth
Wunderbare Figuren, wunderbares Buch,
wunderbare Tragik, wunderbare Halle Berry
Titel Bulworth
(Bulworth)
Drehbuch Warren Beatty + Jeremy Pikser
Regie Warren Beatty, USA 1998
Darsteller Warren Beatty, Halle Berry, Oliver Platt, Don Cheadle, Paul Sorvino, Jack Warden, Kimberly Deauna Adams, Vinny Argiro, Sean Astin, Kirk Baltz, Ernie Lee Banks, Amiri Baraka, Christine Baranski, Adilah Barnes, Graham Beckel, Brandon N. Bowlin, Mongo Brownlee, Thomas Jefferson Byrd, J. Kenneth Campbell u.a.
Genre Satire
Filmlänge 108 Minuten
Deutschlandstart
15. Juli 1999
Inhalt

In den letzten Tagen der kalifornischen Vorwahlen 1996 hat Präsident Bill Clinton seine Nominierung als Kandidat der Demokraten so gut wie in der Tasche, Bob Dole ebenso bei den Republikanern. Dass sich zur selben Zeit auch der amtierende US-Senator Jay Bulworth zur Wiederwahl in Kalifornien stellen muss, geht eher unter.

Gut und schlecht gleichermaßen: Seit Tagen hat er weder gegessen noch geschlafen, hadert mit seiner langweiligen Kampagne („Wir stehen auf der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend”) und mit sich selbst. Nach einem Nervenzusammenbruch arrangiert Bulworth einen Selbstmord: Er bezahlt einen Auftragskiller, ihn, Bulworth, auf dem Höhepunkt der abschließenden Wahlveranstaltung zu erschießen. Hintergrund ist eine dann fällige, üppige Lebensversicherung für seine Tochter.

Aber Bulworths geplante Hinrichtung hat zwei unerwartete Folgen: die Freiheit, endlich überall die Wahrheit sagen zu können und Nina, eine Farbige, die von Aktivisten in den 60ern erzogen wurde und einfach … hingebungsvoll ist. Mit neuer Lebensfreude muss Bulworth jetzt „nur noch” den Killer stoppen, den er selbst auf sich angesetzt hat …

Was zu sagen wäre

Die tragische Farce wirft einen satirischen Blick auf Rassen- und Klassenunterschiede in den USA, auf die Hintergründe von Kampagnen-Finanzierung und die Macht von Geld und Medien.

Warren Beatty, immer noch ein einflussreicher Player in Hollywood („Bugsy” – 1991; „Dick Tracy” – 1990; „Ishtar” – 1987; „Reds – Ein Mann kämpft für Gerechtigkeit” – 1981; „Der Himmel kann warten” – 1978) ruft zum großen Rundschlag gegen die Politik und für den Menschen im Politiker. Ein ausgezeichnetes Ensemblestück, in dem Halle Berry („Beverly Hills Beauties” – 1997; „Einsame Entscheidung” – 1996; „Die andere Mutter” – 1995; „Flintstones: Die Familie Feuerstein” – 1994; „Boomerang” – 1992; „Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben” – 1991; „Jungle Fever” – 1991) ein weiteres ihrer Überraschungs-Stücke bietet.

Wertung: 9 von 11 D-Mark
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