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Kinoplakat: Buena Vista Social Club
Gute Laune Musik von
Gute Laune Musikern
Titel Buena Vista Social Club
(Buena Vista Social Club)
Drehbuch Nick Gold (Original-Konzenpt)
Regie Wim Wenders, Deutschland, USA, UK, Frankreich, Kuba 1999
Darsteller Compay Segundo (Gesang, Gitarre), Rubén González (Piano), Ibrahim Ferrer (Bariton), Omara Portuondo und Eliades Ochoa (Gitarre) u.a.
Genre Dokumentation, Musik
Filmlänge 105 Minuten
Deutschlandstart
17. Juni 1999
Website BVSC online
Inhalt

In ihrer Heimat genießen sie Kultstatus, ihre Musik steht für das pulsierende Leben Kubas. Der amerikanische Komponist Ry Cooder hat diese kubanischen Musiklegenden für ein einmaliges Musikprojekt gewinnen können: „Buena Vista Social Club“. Plötzlich ist dieser Name in aller Munde: Der BVSC ist unversehens zu einem weltweiten Begriff geworden – als Titel einer grandiosen Platte. Wahrscheinlich gibt es keine Produktion des Genres, die bisher eine vergleichbar breite Anerkennung und Beliebtheit erfahren hat.

Kinoplakat: Buena Vista Social ClubDass die Platte diesen Namen trägt, ist dabei alles andere als zufällig – der „Buena Vista Social Club“ gilt bis heute als eine Wiege der musikalischen Stilrichtungen Son und Danzón und darüber hinaus als Kristallisationspunkt afrokubanischer Kultur schlechthin. Spätestens seit dem 24. Februar, als die CD den Grammy für die beste karibische Produktion gewann, wurde der inzwischen längst geschlossene „Social Club“ in Havannas Stadtteil „Buena Vista“ weltweit zu dem, was er für viele Menschen auf Kuba schon seit Jahrzehnten ist: eine Legende …

Was zu sagen wäre

Der Film „Buena Vista Social Club“ entstand im Februar und März 1998. Die Intention dieses Films ist es, sich auf die Spuren der Legende des „Social Club“ zu begeben und die Wurzeln seines Mythos‘ dort zu suchen, wo er vor 66 Jahren begründet wurde: im Viertel „Buena Vista“. Hier findet Wim Wenders (Am Ende der Gewalt – 1997; „Der Himmel über Berlin“ – 1987; „Paris, Texas“ – 1984; Der amerikanische Freund – 1977; Alice in den Städten – 1974) die Menschen, die den „Social Club“ kannten, die seine Gäste waren, die ihn organisierten. Ebenso trifft er aber auch auf die nachfolgenden Generationen, die mit dieser Sociedad nicht mehr verbindet, als dass sie ein Teil der Geschichte ihres Viertels gewesen ist: Vor 34 Jahren, als der „Social Club“ geschlossen wurde, waren sie Kinder oder noch nicht geboren. Eben diese Menschen sind es aber, die das kulturelle Leben des Stadtteils heute bestimmen.

Im Spannungsfeld zwischen Legende und Gegenwart entwickelt sich die Suche nach dem „Social Club“ in ihrem Verlauf zu mehr als einer bloßen filmischen Rekonstruktion seiner einstigen Bedeutung: Der Film überträgt die Frage nach sozialer Identität auf das Viertel heute und stellt so der Legende die lebendige Wirklichkeit „Buena Vista“ gegenüber.

Zwingend notwendig für den Genuss an diesem Film ist die eigene Freude an dieser Art Musik.

Wertung: 9 von 11 D-Mark
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