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Kinoplakat: Die Braut, die sich nicht traut
Die Chemie stimmt
das Script stimmt nicht
Titel Die Braut, die sich nicht traut
(Runaway Bride)
Drehbuch Josann McGibbon + Sara Parriott
Regie Gary Marshall, USA 1999
Darsteller Julias Roberts, Richard Gere, Joan Cusack, Hector Elizondo, Christopher Meloni, Jane Morris, Laurie Metcalf, Rita Wilson, Paul Dooley, Donal Logue, Reg Rogers, Yul Vazquez, Jane Morris, Lisa Roberts Gillan, Kathleen Marshall, Jean Schertler, Tom Hines u.a.
Genre Komödie, Romanze
Filmlänge 116 Minuten
Deutschlandstart
30. September 1999
Inhalt

Der New Yorker Journalist Ike Graham kämpft mit einem Problem: Der Redaktionsschluss steht vor der Tür, seine Ex-Frau ist sein Boss und ihm will verdammt noch mal keine gute Story einfallen. In seiner Lieblingsbar hört er eine Geschichte, die ihn endlich wieder zum Schreiben animiert: In einer kleinen Stadt in Maryland lebt Maggie Carpenter, eine junge Frau, die es offensichtlich liebt, sich zu verloben, aber kalte Füße bekommt, wenn's ernst wird. Drei Männer hat sie auf diese Weise schon düpiert. Ike hat seine Geschichte.

Er schreibt eine zynisch-frauenfeindliche Kolumne, in der er prophezeit, dass Maggie es wieder tun wird. Jetzt hat Maggie Carpenter ein Problem – Ike Graham. Stinksauer ist sie über die Kolumne des fernen New Yorkers. So stinksauer, dass sie diese Frechheiten nicht unkommentiert lassen wird. Womit Ike nicht gerechnet hat: Maggie schlägt zurück. Wütend über die Kolumne und den Autor bewirkt sie seine Entlassung.

Dem gekränkten Reporter bleibt nichts anderes übrig, als die berühmt-berüchtigte „Beinah-Braut” als männerfressende Pflanze bloß- und seinen Ruf wieder herzustellen. In Hale, Maryland, will Ike Beweise für seine Story sammeln. Aber hier ist Ike so zu Hause, wie ein Fisch auf dem Trockenen. Der Zyniker sorgt für Aufruhr in der Stadt, als sich erst einmal – und das sehr schnell – herumgesprochen hat, dass er diese Kolumne geschrieben hat.

Am wenigstens begeistert ist nachvollziehbarerweise Maggie, die sich gerade vorbereitet, zum vierten Mal vor den Traualtar zu treten …

Was zu sagen wäre

Klassischer Film aus der Kategorie: Titel kennt kein Mensch, alle reden nur von „diesem Film, wo die aus Pretty Woman nochmal gespielt haben. Worum ging's da gleich?“ Dabei kann er Pretty Woman (1990) nicht das Wasser reichen – dafür ist schon die Geschichte viel zu aufwändig über viele Ecken erzählt.

Hängen bleibt: Die Chemie zwischen Julia Roberts und Richard Gere stimmt. Nur die Rollen, die sie spielen, stimmen nicht. Sie sind flach und eindimensional. Dennoch: Der Film brach mit 35 Millionen US-Dollar den damaligen Rekord des Einspielergebnisses am ersten Wochenende der Veröffentlichung eines Films. Insgesamt wurden in den Kinos der USA ca. 152 Millionen US-Dollar eingespielt.

Roberts, Garry Marshall (Frankie und Johnny – 1991; Pretty Woman – 1990; „Freundinnen“ – 1988; Nothing in Common – 1986; „Flamingo Kid“ – 1984) und Gere hatten lange an einer Fortsetzung zu Pretty Woman gedoktert, den Plan schließlich aber verworfen. Dann erhielt Roberts von Gere ein Drehbuch zugesandt, das zum Teil auf dem gleichnamigen Film „The Runaway Bride“ aus dem Jahr 1930 mit Mary Astor in der Hauptrolle beruhte. Roberts gefiel das Script, das Filmprojekt konnte starten. Die Produktionskosten betrugen ca. 70 Millionen US-Dollar, davon entfielen ca. 17 Millionen auf Roberts' Gage.

Der Film startete nahezu zeitgleich (USA: 25. Juli 1999) mit Notting Hill (USA: 13. Mai 1999), der ebenfalls Julia Roberts in der Hauptrolle hatte. Im direkten Vergleich beider Filme zog der vorliegende Film 30 Prozent mehr in die Kinokassen und erzielte ein BoxOffice von 309 Millionen US-Dollar.

Wertung: 6 von 11 D-Mark
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