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Kinoplakat (US): Being John Malkovich
Intelligentes Drehbuch, Gute
Figuren, wunderbarer Film
Titel Being John Malkovich
(Being John Malkovich)
Drehbuch Charlie Kaufman
Regie Spike Jonze, USA 1999
Darsteller John Cusack, Cameron Diaz, Catherine Keener, John Malkovich, Ned Bellamy, Orson Bean, Charlie Sheen, Sean Penn u.a.
Genre Drama, Komödie
Filmlänge 112 Minuten
Deutschlandstart
4. Mai 2000
Inhalt

Craig Schwartz ist zwar perfekt in seinem Job, nur kann er das nirgendwo so recht unter Beweis stellen – Marionettenspieler sind halt heutzutage nur zu vermarkten, wenn sie die Giga-Show drumrum bauen. Craig hingegen spielt auf den Straßen New Yorks und fängt sich da mitunter schon mal eine von einem empörten Daddy, der die Aktionen der Marionetten falsch versteht.

Seit 10 Jahren mit Lotte verheiratet, plätschert die Ehe so vor sich hin; sie, eine Workaholic, arbeitet in einer Zoohandlung und bringt ihre Arbeit gerne auch mal mit nach Hause. Craig hat Schimpansen, Wellensittiche und Leguane als Bettnachbarn. Bevor er völlig vor die Hunde geht, nimmt der flinkfingrige Craig also einen Job als Aktenverwalter an – im 7 1/2. Stock eines Bürogebäudes.

In der „Lester Corp.” trifft er auf Maxine. Fortan ist er wie besessen von ihr. Für ihn ist sie eine Frau, die nur darauf wartet, erobert zu werden, darauf wartet, geliebt zu werden. Für Maxine hingegen ist Craig lediglich lästig. So plätschern die Tage dahin, unterbrochen nur von Craigs seltsamem Chef, von Maxine und einer „hingebungsvollen” Kollegin. Bis ihm diese Akten hinter den Schrank fallen.

Als er den Schrank beiseite schiebt, findet er dort einen Geheimgang, der in ein dunkles, feuchtes Tunnelsystem führt. Es macht einen Blitz und plötzlich ist Graig ... im Kopf von Hollywood-Star John Malkovich. Das Ganze ergibt keinen Sinn, ist auch nach 15 Minuten wieder vorbei. Craig, der Puppenspieler, ist fasziniert. Sofort erzählt er seiner Frau und Maxine von dem Tunnel, die auch wie elektrsiert reagieren. Vor allem Lotte, die in Malkovichs Kopf feststellt, dass sie immer schon gerne ein Mann gewesen wäre.

DVD-Cover (US): Being John Malkovichmacht aus dem Tunnel ein Geschäft: Jeder, der 200 Dollar übrig hat, darf mal. Natürlich dauert es nicht lange, bis Malkovich auf die seltsamen Dinge in seinem Kopf aufmerksam wird und das bizarre Geheimnis entdeckt. Gleichzeitig erkennt Craig, der Puppenspieler, dass er auch länger, ja unbegrenzt, in Malkovichs Kopf bleiben und den berühmten Schauspieler wie eine Marionette steuern kann …

Was zu sagen wäre

John Malkovich (Con Air – 1996; „In the Line of Fire” – 1993; „Gefährliche Liebschaften” – 1988) spielt sich selber und beweist seine außergewöhnlichen Fähigkeiten. Malkovich, dem breiten Publikum vor allem in düsteren Rollen bekannt, zeigt hier unter Zuhilfenahme einer gehörigen Portion Ironie sein wahres Ich – zumindest will das der Film uns glauben machen.

Um ihn herum wurde ein wunderbarer Cast besetzt. John Cusack („Ein Mann, ein Mord” – 1997; Con Air – 1996; City Hall - 1996; „Grifters” – 1990; "Der Volltreffer" – 1985) geht auf in der Rolle des stolpernden Normalos in sonderlicher Umgebung, Catherine Keener bleibt als Maxine anheimelnd rätselhaft und Cameron Diaz (Very Bad Things – 1998; Verrückt nach Mary – 1998) ist als geschäftstüchtige Tierhändlerin und Craigs Ehefrau eine Überraschung – sofern man sie überhaupt erkennt.

Das intelligente Drehbuch ist die Debut-Arbeit von Charlie Kaufman und wurde prompt für einen Oscar nominiert. Ebenso Regisseur Spike Jonze und Cathreen Keener.

Wertung: 11 von 11 D-Mark
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