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Kinoplakat: Batmans Rückkehr
Katze Pfeiffer und Pinguin DeVito
retten Tim Burtons Fledermaus
Titel Batmans Rückkehr
(Batman Returns)
Drehbuch Daniel Walters + Sam Hamm
nach den Comics, erfunden von Bob Kane
Regie Tim Burton, USA, UK 1992
Darsteller

Michael Keaton, Michelle Pfeiffer, Danny DeVito, Christopher Walken, Michael Gough, Michael Murphy, Cristi Conaway, Andrew Bryniarski, Pat Hingle, Vincent Schiavelli, Steve Witting, Jan Hooks, John Strong, Rick Zumwalt, Anna Katarina u.a.

Genre Comic-Verfilmung
Filmlänge 126 Minuten
Deutschlandstart
16. Juli 1992
Website batmanmovies.com
Inhalt
Chester Copplepot war – abstoßend hässlich – von seinen Eltern verstoßen worden. Der Korb mit dem Säugling darin landete in der Kanalisation von Gotham City, wo er von Pinguinen gefunden, gepflegt und aufgezogen wurde.

Heute, 35 Jahre später, hat Copplepot alles Menschliche abgelegt. Aus Chester Copplepot wurde in 35 Jahren der „Pinguin”, einer der größten Schurken unserer Zeit! Selina Kyle war Sekretärin des Immobilienhais Max Schreck, bis der sie aus dem Fenster warf, weil sie ihm auf seine kriminellen Schliche gekommen war. Katzen retteten sie. Aus Selina Kyle, enttäuscht von den Männern im allgemeinen und ihrem Ex-Boss im besonderen, wird … die „Katze”. Beide, „Pinguin” und „Katze”, verbünden sich, um Gotham unter sich aufzuteilen.

Da breitet sich der Schatten der Fledermaus schützend über die Straßenschluchten  …

Was zu sagen wäre

Zunächst mal ist die Comic-Verfilmung auf ähnlich mäßigem Niveau wie ihr Vorgänger. Rettet dort Jack Nicholson als „Joker“ den Film vor dem Absturz, sind es hier Michelle Pfeiffer und Danny DeVito. Schurke doppelt besetzen hilft. Speziell DeVito gibt – bei aller Scheußlichkeit – seinem „Pinguin“ eine Würde, die anderen Figuren fehlt. Christopher Walken, eigentlich ein Mann für feine Nuancen („King of New York“ – 1990; „Milagro – Der Krieg im Bohnenfeld“ – 1988; James Bond 007 – Im Angesicht des Todes – 1985; „Dead Zone“ – 1983; „Projekt Brainstorm“ – 1983; „Die Hunde des Krieges“ – 1980; Heaven's Gate – 1980; „Die durch die Hölle gehen“ – 1978; Der Stadtneurotiker – 1977), ist als Max Schreck zum Chargenonkel degradiert, Michael Keaton kann seinem „Batman“ immer noch nichts abgewinnen und steht in der Kulisse rum; zusätzlich gebremst durch sein Kostüm, das derart steif und hinderlich ist, dass von Batman, dem agilen Kämpfer, nichts bleibt.

Es ist, wie vor drei Jahren. Tim Burton interessiert sich für das Ambiente, für Verknüpfungen, nicht für seine Figuren und für das, was sie tun. Aber: Er hat den Max-Schreck-Charakter benannt nach dem deutschen Hauptdarsteller in Murnaus expressionistischem Vampirepos „Nosferatu“. Was „Nosferatu“ allerdings mit dem Batman-Kosmos zu tun hat (außer der Fledermaus), bleibt Burtons Geheimnis.

Keaton und Michelle Pfeiffer (Frankie und Johnny – 1991; Das Russland-Haus – 1990; „Die fabelhaften Baker Boys“ – 1989; Tequila Sunrise – 1988; Die Mafiosi-Braut – 1988; Die Hexen von Eastwick – 1987; „Der Tag des Falken“ – 1985; Kopfüber in die Nacht – 1985; Scarface – 1983; „Grease 2“ – 1982) als Catwoman Pfeiffer hatten aufwendige Stunts zu bewältigen, für die sie speziell trainiert werden mussten. Dave Lea, Weltmeister im Kickboxing, betreute das Starduo.

Michael Keaton (geb. am 05. September 1951 in Coraopolis, Pennsylvania) machte die Kritiker erstmals neben Teri Garr in dem Kassenhit „Mr. Mom“ (1983) auf sich aufmerksam. Im darauffolgenden Jahr wurde er neben Danny DeVito in „Johnny G. – Gangster wider Willen“ besetzt. 1988 spielte er die Hauptrolle in Tim Burtons „Beetlejuice“ sowie einen drogenabhängigen Geschäftsmann in dem preisgekrönten Film „Clean and Sober“ von Glenn Gordon Caron. Weiter spielte Keaton in Batman, in der Komödie „Das Traum-Team“ (beide 1989) sowie in dem Thriller „Fremde Schatten“ (1990) von John Schlesinger.

Wertung: 5 von 10 D-Mark
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