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Plakatmotiv: Die Jagd zum magischen Berg (2009)

Ein fröhlicher Abenteuerspaß
für Aliens und die ganze Familie

Titel Die Jagd zum magischen Berg
(Race to Witch Mountain)
Drehbuch Matt Lopez + Mark Bomback
nach dem Roman "Escape to Witch Mountain" von Alexander Key
Regie Andy Fickman, USA 2009
Darsteller
Dwayne Johnson, AnnaSophia Robb, Alexander Ludwig, Carla Gugino, Ciarán Hinds, Tom Everett Scott, Chris Marquette, Billy Brown, Garry Marshall, Kim Richards, Ike Eisenmann, Tom Woodruff Jr., Bob Koherr, Kevin Christy u.a.
Genre Action, Abenteuer
Filmlänge 98 Minuten
Deutschlandstart
9. April 2009
Inhalt

Taxifahrer Jack Bruno fährt jeden Tag die selbe Route, um Touristen zum Planet Hollywood zu bringen. Kein Wunder, dass dem Ex-Häftling dabei stinklangweilig ist. Eines Tages steigen zwei blonde Teenager, Sara und Seth, in Jacks Taxi und drücken ihm 15.000 Dollar in die Hand, damit er sie zu einem Ort zu bringt, dessen Namen sie nicht kennen.

Doch schnell stellt sich heraus, dass mit den beiden Kids etwas nicht in Ordnung ist: Sie sind auf der Flucht vor einer Regierungsbehörde und haben eine ganz andere Identität, als auf den ersten Blick erkennbar. Sara und Seth verwickeln Jack in ihre Mission, die Welt vor ihrem Untergang zu retten. Der Schlüssel dazu soll in einem magischen Berg verborgen sein.

Dorthin brechen die drei und die Astrophysikerin Friedman auf, gejagt von Regierung, Gangstern und Außerirdischen …

Was zu sagen wäre

Blonde Zwillingskinder mit magischen Kräften, ein bärbeißiger Taxifahrer, eine schrullige Astrophysikerin und ein schwarz gekleideter, finster dreinschauender Staatsbeamter, der die erst genannten jagt und gegebenenfalls auch umbringen wird, um seine Ziele zu erreichen. Man kommt nicht umhin, wenn man in diesem Film sitzt, an berühmte Vorgänger wie Independence Day oder Close Encounter of the Third Kind zu denken. Das ist aber ungerecht. Viele Motive in diesem Familienabenteuer mögen an die genannten Filme erinnern, aber richtiger wäre dann wohl zu erklären, dass die genannten Filme sich bei diesem Film bedient haben, bzw. bei dessen Erstverfilmung "Die Flucht zum Hexenberg" von 1975, die wiederum auf dem gleichnamigen Roman von Alexander Key basiert.

Der Film hält sich nicht mit langen Vorreden auf. Andy Fickman lässt schon während des Vorspanns Verschwörungen, Sichtungen und allerlei UFOlogische Seligkeit auf den Zuschauer eindrönen und kaum hat der Vorspann den Regisseur genannt (was traditionell das Ende des Vorspanns signalisiert), kracht ein Etwas in den Erdboden und sind Minuten später auch schon die schwarz beanzugten geheimen Geheimdienstler zur Stelle, um dem, was da vom Himmel gefallen ist, mit der wissenschaftlichen Finesse eines KZ-Wächters zu Lieben zu rücken. Natürlich sind die Insassen des Etwas schneller und landen auf dem Rücksitz des freundlichen Ex-Knackis Jack, der in Las Vegas Taxi fährt. Jack wird gespielt von dem Ex-Wrestler Dwayne Johnson (Welcome to the Jungle – 2003; The Scorpion King – 2002; Die Mumie kehrt zurück – 2001), und weil es sich bei den Insassen des Etwas um Kinder handelt, ist das eine gute Nachricht.

Johnson und Fickman verstehen sich auf Kinderbetreuung mit Chaostouch, sie haben zusammen vor zwei "Daddy ohne Plan" auf die Beine gestellt, in dem Johnson als Footballstar seiner überraschend vorhandenen Tochter den Sinn des Lebens vorleben soll. Im neuen Film entwickelt sich ein launiges Wettrennen gegen außerirdische Profikiller und diese Geheimdienstmänner. Und gegen Jacks ehemalige, nun ja, Kollegen aus dem organisierten Verbrechen, dem er mal irgendwie angehört hat, mit dem er aber heute nichts mehr zu tun haben will, was einen Boss namens Wolfe ziemlich sauer macht, was dann zwar ein paar Kopfnüsse zur Folge hat, sonst aber keine weiteren Auswirkungen.

Im Prinzip geht es darum, die Erde zu retten, indem wir es den blonden Zwillingen ermöglichen, rechtzeitig nach Hause auf ihren Planeten zu kommen, um dort … aber das ist eigentlich nicht so wichtig, ein MacGuffin halt, in dem das Militär, das hiesige wie das dortige, das Böse verkörpert. Einen schönen Randaspekt spielt eine Convention in Las Vegas, auf der sich Alienfans treffen und sich über ihre UFO-Sichtungen austauschen und erzählen, wie das war, als sie damals entführt und mit einem Alien zwangsverheiratet wurden. Über deren Vorstellungen, wie so ein Alien aussieht, können unsere Zwillinge, echte Aliens, nur große Augen machen. Zumindest AnnaSophia Robb ("Die Brücke nach Terabithia" – 2007) erfüllt dieses Kriterium als Sara sehr gut, zumal sie eine wunderbare Art hat, auch während der größten Action Coll zu bleiben und sachlich Notwendigkeiten zu erklären.

Am Ende gibt's ein Happy End, bis dahin wird es nicht allzu blutig und unterhaltsam ist es auch. Zentral auf dem Plakat, direkt über dem Filmtitel steht "Walt Disney". Da weiß man ja, was man kriegt: familienfreundliches Abenteuer für die ganze Familie.

Wertung: 3 von 7 €uro
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