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Plakatmotiv: Bandolero (1968)
Geschwätziger Western
Prominente Besetzung
Titel Bandolero
(Bandolero!)
Drehbuch James Lee Barrett + Stanley Hough
Regie Andrew V. McLaglan, USA 1968
Darsteller James Stewart, Dean Martin, Raquel Welch, George Kennedy, Andrew Prine, Will Geer, Clint Ritchie, Denver Pyle, Tom Heaton, Rudy Diaz, Sean McClory, Harry Carey Jr., Don 'Red' Barry, Guy Raymond, Perry Lopez u.a.
Genre Western
Filmlänge 106 Minuten
Deutschlandstart
16. August 1968
Inhalt

Mace Bishop, ein ehemaliger Nordstaatenoffizier, gibt sich in Val Verde als Henker aus, um seinen jüngeren Bruder Dee vor dem Galgen zu retten. Er befreit seinen Bruder und dessen Bande. Auf der Flucht raubt Mace noch die Bank aus, während der Sheriff die entflohenen Sträflinge verfolgt. Auf der Flucht nimmt die Bande die Witwe Mrs. Stoner als Geisel und flüchtet nach einer Schießerei nach Mexiko.

Der Sheriff reitet mit 10 Leuten über die Grenze und stellt die Bande in Mexiko, er liebt Mrs. Stoner, die sich aber inzwischen in Dee verliebt hat …

Plakatmotiv (US): Bandolero (1968)

Was zu sagen wäre

Ein etwas zäher Western, der auf seine prominenten, alt gewordenen Hauptdarsteller und die Schönheit Raquel Welchs setzt. Es dauert eine Dreiviertel Stunde, bis die Geschichte in gang kommt. Bis dahin hat Dean martin eine bank ausgeraubt und ist dafür mit seiner Bande im Kitchen von George Kennedy gelandet und hat James Stewart einen lange rätselhaften Lonesome Cowboy gespielt, von dem man nicht weiß, wer er ist und was er will.

Das ist leidlich spannend, weil wir James Stewart gerne bei der Arbeit zusehen (s.u.). Als blauäugiger Bruder des braunäugigen Dean Martin geht er zwar nicht durch, aber das tut die alberne Romanze, die sich zwischen Raquel Welch und Dean Martin anbahnt – „Wir würden gut zusammenpassen. Ich bin pleite und habe keine Frau. Und Sie sind reich und haben keinen Mann.“ – den einer seiner Kumpane beim Bankraub erschossen hat. Dazwischen taucht george Kennedy als verliebter Sheriff auf, der gar nicht versteht, dass die rassige Witwe ihm ob seines Liebesgeständnisses nicht sofort in die Arme fliegt – wo er doch so große Strapazen auf sich genommen hat, sie aus der hand der Banditen zu befreien. Es ist eine dieser vielen Rollen, in denen sich Kennedy, der für Der Unbeugsame gerade den Oscar erhalten hat, unter Wert verkaufen muss (Das dreckige Dutzend – 1967; Der Mann vom großen Fluss – 1965; Der Flug des Phoenix – 1965; „Die vier Söhne der Katie Elder“ – 1965; „Wiegenlied für eine Leiche – 1964; „Charade“ – 1963).

Ganz untypisch fürs Genre ist die Geschwätzigkeit des Films. Die Dialogdichte ist so hoch wie selten, dafür fehlt die fürs Genre typische Kneipenschlägerei. Für einen Film von Andrew V. McLaglen fast eine Überraschung („Das Teufelsweib von Texas“ – 1967; Der Mann vom großen Fluss – 1965).

Wertung: 4 von 9 D-Mark
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