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Plakatmotiv: Die Hollywood-Verschwörung (2006)
Schönes Filmdekors in
einem flachen Drama
Titel Die Hollywood-Verschwörung
(Hollywoodland)
Drehbuch Paul Bernbaum
Regie Allen Coulter, USA 2006
Darsteller Adrien Brody, Diane Lane, Ben Affleck, Bob Hoskins, Robin Tunney, Kathleen Robertson, Lois Smith, Phillip MacKenzie, Larry Cedar, Eric Kaldor, Caroline Dhavernas, Kevin Hare, Molly Parker, Zach Mills, Neil Crone u.a.
Genre Biografie, Crime
Filmlänge 126 Minuten
Deutschlandstart
15. Februar 2007
Inhalt

Detektiv Louis Simo untersucht den Todesfall des Schauspielers George Reeves, der vor allem in den 1950er Jahren durch die Fernsehserie „Adventures of Superman“ erfolgreich war, in der dieser die Titelrolle spielte. Die Szenen der Ermittlungen werden abwechselnd mit Rückblenden gezeigt, die das Leben von Reeves nachzeichnen.

Toni Mannix, die Ehefrau des Studiochefs Eddie Mannix, hatte eine Affäre mit Reeves. Sie machte ihm teure Geschenke wie eine Uhr mit dem eingravierten Text „Mad About the Boy“. Reeves beendete das Verhältnis mit Toni und begann eine Beziehung mit Leonore Lemmon. Kurz vor seiner Hochzeit mit Leonore wird George Reeves tot in seinem Schlafzimmer aufgefunden. Man vermutet, dass er Selbstmord begangen habe.

Detektiv Simo entdeckt Ungereimtheiten und zweifelt die offizielle Version seines Todes öffentlich an. Er verdächtigt unter anderem die Verlobte Leonore, den Studiochef Eddie Mannix, sowie Georges Ex-Geliebte Toni den Mord an George begangen zu haben, bzw. diesen veranlasst zu haben …

Was zu sagen wäre

Einer dieser Filme, die unwiderstehlich elegant sind und dabei mehr scheinen als sind. Der Filmtitel insinuiert Glanz, Glamour und pikante Geschichten aus dem Reich der Reichen und Schönen. Das Art Departement kann aus dem Vollen des 1950er-Jahre-Dekors schöpfen. Und die Autoren erzählen eine hanebüchene Räuberpistole, zu schön um nicht vielleicht doch irgendwie wahr zu sein. Das ist elegant und charmant und ein bisschen Cinatown in Hollywood Babylon während des Epochenwechsels vom Kino zum Fernsehen und kündigt dauernd eine große Auflösung an, solange, bis der Film zu Ende ist und die große Auflösung sich als kleiner gemeinsame Nenner entpuppt hat. Der Rückblick auf eine Epoche, ihre Mythen, Träume und Hoffnungen bleibt im Kern ein Versprechen.

Allen Coulter spielt mit Heldenfiguren des Kinos – auf der Leinwand und der Metaebene – mit Erwartungen an diese, mit dem Image einer Filmfigur und deren Realität – das ist alles Bestandteil dieses Films, der ein Blender bleibt. Ein schön designter immerhin. Er ist einer dieser schönen Zeitvertreibe während wir auf den nächsten wirklich interessanten Film warten; gesehen, sbgehakt. Man kann solchen Filmen stundenlang zuschauen, ihrer vor sich hin saxophonisierenden Musik (Marcelo Zarvos) erliegen und vor sich – huihuihui – schmutzige kleine Details aus der Welt der Glitzerprominenz sich entblättern lassen. Aber letzten Endes führt uns dieser Film nirgendwo hin; wenigstens Bob Hoskins als Studioboss Mannix ist sehenswert eklig. Erkenntnisgewinn gleich Null. Unterhaltungsfaktor schon mal gegessen.

Wertung: 3 von 7 €uro
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