Kinoplakat: 3 Engel für Charlie
Wenn man sie nicht ernst nimmt,
dann klappt diese Comedy ganz gut
Titel 3 Engel für Charlie
(Charlie's Angels)
Drehbuch Ryan Rowe + Ed Solomon + John August
nach der TV-Serie von Ivan Hoff + Ben Roberts
Regie McG, USA, Deutschland 2000
Darsteller Cameron Diaz, Drew Barrymore, Lucy Liu, Bill Murray, Tim Curry, Kelly Lynch, Sam Rockwell, LL Cool J u.a.
Genre Action
Filmlänge 98 Minuten
Deutschlandstart
30. November 2000
Inhalt

Sie sind brillant, schön und sie arbeiten für Charlie: Die drei Agentinnen Natalie, Dylan und Alex. Als der Software-Milliardär Eric Knox entführt wird, beginnt einer der spektakulärsten Fälle des smarten Damentrios.

Knox’ Firmen-Präsidentin Vivian Wood glaubt, dass Roger Corwin, der ärgste Konkurrent von Knox Technologies, hinter der Entführung ihres Bosses steckt, um ein brisantes Computer-Programm in seine Hände zu bekommen. Corwins Unternehmen Red Star Systems ist die weltweit größte Telekommunikations-Satelliten-Gesellschaft.

Würde er die Software missbrauchen, könnte dies das Ende jeglicher menschlichen Intimsphäre bedeuten! Mit den Waffen der Frauen und ein paar gezielten Karatetritten heften sich die drei Engel an Corwins Fersen. Dabei fallen sie, Bosley und sogar ihr mysteriöser Playboy-Boss Charlie beinahe selbst einem hinterhältigen Täuschungsmanöver zum Opfer …

Was zu sagen wäre

Erstaunlich, dass die Inhaltsangabe doch so lang geworden ist, wo doch der Film eigentlich gar keine Story hat. Regisseur McG, der – wie dessen modischen Namenskürzel schon andeutet – bisher Videoclips gedreht hat, liefert hier einen 90-Minuten-Clip ab. Die Action geht ab, die Mädels sind süß und schlagfertig, der Soundtrack wummrig.

Sehen wir hier das Kino des 21. Jahrhunderts? Ich fürchte fast. Die filmische Entsprechung eines McDonald's-Hamburgers: Absolut inhaltsleer, nicht sättigend, aber spaßig, solange noch was kommt.

Produziert wurde das Ganze von Drew Barrymore. Die berühmt wurde, weil sie – „Gertie“ – E.T. (1982) küsste und dann im Drogensumpf verschwand; und jetzt gleich einen Kassenknüller landet. Denn abgesehen von meiner nöligen Kritik hat die 93-Millionen-Dollar-Produktion weltweit 264 Millionen Dollar eingespielt – nicht schlecht für einen Hamburger.

Wertung: 8 von 11 D-Mark