Kinoplakat: 21 Jump Street
Müde Pups- und Jungs-mit-Mädels-Gags
viel versprechende Hauptdarsteller
Titel 21 Jump Street
(21 Jump Street)
Drehbuch Michael Bacall + Jonah Hill + Patrick Hasburgh + Stephen J. Cannell
Regie Phil Lord & Chris Miller, USA 2012
Darsteller Jonah Hill, Channing Tatum, Brie Larson, Dave Franco, Rob Riggle, DeRay Davis, Ice Cube, Dax Flame, Valerie Tian, Chris Parnell, Ellie Kemper, Jake Johnson, Nick Offerman, Holly Robinson Peete, Caroline Aaron, Joe Chrest, Johnny Simmons, Peter DeLuise, Johnny Depp u.a.
Genre Komödie
Filmlänge 109 Minuten
Deutschlandstart
10. Mai 2012
Inhalt
Im Jahr 2005 verbrachten Schmidt und Jenko ihre Zeit gemeinsam an der Sagan High School. Schmidt war der unsichere Streber, der kaum ein Mädchen ansprechen konnte, Jenko der coole Sportler, der kaum seinen Abschluss schaffen konnte.

Bei der Metropolitan Police Academy trafen sie sich wieder und durchliefen gemeinsam die Klasse 137. Aktuell fahren sie Fahrradstreife. Von der erhofften Action ist nicht viel geblieben. Andererseits sind die beiden auch keine Cops, die der Captain auf der Liste zu einer Beförderung führt – gerade sind sie wieder mal strafversetzt worden. Diesmal in das Programm „21 Jump Street”. Diese Einheit ermittelt undercover an Schulen. Schmidt und Jenko werden an ihrer alten Schule eingeschleust. Dort ist HFS in Umlauf, eine Droge, die zum Tod führen kann. Schmidt und Jenko sollen den Drogenring knacken und die Auftraggeber fassen.

Zur Tarnung wohnen die beiden bei Schmidts Eltern. Aber sie werden weit mehr brauchen, als eine Tarnung. Das Leben an den High-Schools ist heute ein komplett anderes, als noch 2005. Die coolen Sportskanonen sind nicht länger im Fokus der Aufmerksamkeit. Als cool gelten heute unsportliche Pickelgesichter, die cooles Zeug am Computer können …

Was zu sagen wäre

Schule ist auch nicht mehr das, was sie mal war. All die Pickligen, die früher Einserkandidaten und unbeliebt waren, sind heute die coolen Jungs. Und die Sportler … sind die Deppen. Der Film zieht seine Gags aus der Umkehrung der Stereotypen – der Dicke ist cool, der Sportler ist out. Hirn ist Trumpf. Das ist das einzige Feld, aus dem der Film originelle Gags zieht. Das ist gut für ein paar gute Lacher, aber nicht genug. Story und Dramaturgie folgen so sehr Schema F, dass die wenigen guten Gags den müde vor sich hindämmernden Zuschauer meist unvorbereitet überrollen und verloren gehen.

An Channing Tatum (Für immer Liebe – 2012; Haywire – Trau' keinem – 2011; „Der Adler der neunten Legion” – 2011; Das Leuchten der Stille – 2010) und Jonah Hill (Die Kunst zu gewinnen – Moneyball – 2011; Männertrip – 2010) liegt das erkennbar nicht. Hill erweist sich wieder als Meister des komödiantischen Timings und Sexiest-Man-Alive Tatum ist nicht zu fein für jede noch so alberne Albernheit. Johnny Depp, der Original 21-JumpStreeter aus der gleichnamigen TV-Serie, hat einen gut integrierten Gastauftritt.

Aber insgesamt ist dass Drehbuch Mist und die Umsetzung nicht weiter auffällig.

Wertung: 3 von 7 €uro