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Kinoplakat: 2 Guns
Große Besetzung für einen Old fashioned
Bäumchen-wechsel-Dich-Krimi ohne Beef
Titel 2 Guns
(2 Guns)
Drehbuch Blake Masters
basierend auf den Boom! Studios Graphic Novels von Steven Grant
Regie Baltasar Kormákur, USA 2013
Darsteller

Denzel Washington, Mark Wahlberg, Paula Patton, Edward James Olmos, Bill Paxton, Robert John Burke, James Marsden, Greg Sproles, Fred Ward, Patrick Fischler, Derek Solorsano, Edgar Arreola, Kyle Russell Clements, Christopher Matthew, Tim Bell u.a.

Genre Action, Comedy
Filmlänge 109 Minuten
Deutschlandstart
26. September 2013
Inhalt

Der DEA-Agent Bobby Trench und der U.S. Naval Intelligence Officer „Stig“ Stigman wurden beide als Undercover-Agenten in ein mexikanisches Drogenkartell eingeschleust. Die beiden Ermittler wissen nicht voneinander.

Nach zwölf Monaten verdeckter Ermittlung geht der Versuch, den Drogenboss Papi Greco dingfest zu machen, schief und so hecken die beiden Männer einen Alternativplan aus: Sie wollen Papi bei einem Banküberfall um einige Millionen erleichtern. Der Coup funktioniert überraschend reibungslos und die erbeutete Summe ist mehr als zehnmal so hoch wie erwartet – das ruft allerdings nicht nur Greco auf den Plan, auch Stigs Navy-Auftraggeber um Quince sind nun rücksichtslos hinter dem Geld her. Außerdem schaltet sich der dubiose CIA-Mitarbeiter Pearl ein und reklamiert die mehr als 40 Millionen für sich und seine Leute.

Als sich herausstellt, dass selbst Bobbys Freundin und Verbindungsagentin Deb ein falsches Spiel treibt, gerät das Räuber-Duo wider Willen zwischen alle Fronten …

Was zu sagen wäre

Wie erfrischend: Ein Jeder-gegen-Jeden-Plot aus den späten 80ern. Where's the Beef? Zu Deutsch: Nix Neues. Ein Film, der darauf setzt, dass man ordentlich Prominenz auffahren muss und Paula Patton (Mission: Impossible – Phantom Protokoll – 2011; „Jumping the Broom“ – 2011; „Precious – Das Leben ist kostbar“ – 2009; Déjà Vu – 2006; Hitch – Der Date Doktor – 2005) barbusig, dann wird die Leere drumrum schon nicht so auffallen. Ist leider nicht aufgegangen.

Denzel Washington (Flight– 2012; Safe House – 2012; „Unstoppable“ – 2010; Die Entführung der U-Bahn Pelham 1 2 3 – 2009; „American Gangster“ – 2007; Déjà Vu – 2006; Der Manchurian Kandidat – 2004; Training Day – 2001) irrt durch eine Handlung, die nicht mal mehr in TV-Krimis als überraschend anerkannt ist. Mark Wahlberg (Pain & Gain – 2013; Ted – 2012; „The Fighter“ – 2010; Departed – Unter Feinden – 2006; The Italian Job – Jagd auf Millionen – 2003; Planet der Affen – 2001; Der Sturm – 2000; The Yards – 2000; Three Kings – Es ist schön König zu sein – 1999; Corruptor – 1999; Boogie Nights – 1997) … na gut, ihm kann man zugute halten, dass er glaubte, wenn in einem Film Denzel Washington, Edward James Olmos („Go for Sisters“ – 2013; The Green Hornet – 2011; „Battlestar Galactica“ – TV-Serie 2003 – 2009; „Miami Vice“ – TV-Serie 1984 – 1990; „Stand and Deliver“ – 1988; Blade Runner – 1982; „Wolfen“ – 1981), Bill Paxton („Shanghai Calling“ – 2012; Haywire – Trau' keinem – 2011; Vertical Limit – 2000; U-571 – 2000; Titanic – 1997; Twister – 1996; Apollo 13 – 1995; True Lies – Wahre Lügen – 1994), Paula Patton, James Marsden (Robot & Frank – 2012; Straw Dogs – Wer Gewalt sät – 2011; Superman Returns – 2006; „Wie ein einziger Tag“ – 2004; Zoolander – 2001; X-Men – 2000) und in einer Gastrolle auch noch Fred Ward auftauchen, dann muss da doch was drin stecken.

Kinoplakat: 2 Guns

Wie immer bei Filmen, die kein Drehbuch haben, steckt auch in diesem nichts drin. Außer zwei Männern, die immer wieder behaupten, sie hätten „einen Plan“ was natürlich nur ein Euphemismus ist, um die nächste Schießerei einzuleiten. Hier sind einfach alle böse und auf dem Tisch liegen 42 Millionen Dollar – woher, wohin, das ist unwichtig, die hohe Summe soll einen MacGuffin geben, aber für einen solchen … also, dass ein MacGuffin funktioniert, bräuchte es glaubhafte, sympathische Figuren, aber die bietet Regisseur Baltasar Kormákur nicht; genau genommen liefert er überhaupt keine Figuren, sondern nur Schablonen ohne Vergangenheit, ohne Gegenwart, ohne Geschichte.

Es gibt eine Szene, in der kurz aufblitzt, was der Film hätte werden können. Da schleicht Denzel Washington durch Mark Wahlbergs Apartment, der zielt vom Dach gegenüber auf ihn und lotst, als auch noch böse Finsterlinge sein Apartment stürmen, Washington via Zielfernrohr durch Schränke ins Freie. Diese Szene hat Witz und Ideen.

Aber das war es dann auch. 

Wertung: 2 von 7 €uro
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